Modellprojekt

Energetische Sanierung: Quartiere unter der Lupe

Nehmen alles unter die Lupe: Projektleiter für den Ringgau Thomas Duwe und Rainer Gburrek dokumentieren aktuell die Zustände der Gebäude innerhalb der Quartiere des Modellprojekts, in der vergangenen Woche waren sie in Netra unterwegs. Foto:  Berg

Netra. Sechs Gemeinden und Städte nehmen aktuell am Modellprojekt der Kreisverwaltung „Integrierte Quartierssanierung“ im Werra-Meißner-Kreis teil. Witzenhausen, Eschwege und Großalmerode sowie Herleshausen, Ringgau und Meißner sind Teilnehmer des bundesweit einzigartigen Modellprojekts.

Aktuell sind Mitarbeiter der Klima-und- Energieeffizienz-Agentur (KEEA) sowie der NH-Projektstadt in den Orten unterwegs, um sich einen ersten Eindruck der Quartiere zu verschaffen. Im Modellprojekt geht es um die energetische Optimierung von einzelnen Bestandsgebäuden bis hin zu ganzen Gebäudekomplexen oder Straßenzügen. „Dabei liegt der Fokus auf der energetischen Gebäudesanierung und der Entwicklung möglicher Nahwärmenetze“, erklärt Michael Otto, Energiemanager der WEGE.

„Es ist eine positive Aktion für die Leute und das Quartier und wir hoffen, dass sich daraus konkrete Projekte entwickeln.“

In der vergangenen Woche war Projektleiter Thomas Duwe zusammen mit Rainer Gburrek in Netra unterwegs, um die Gebäudetypen des Quartiers aufzunehmen. „Wir schauen dabei vor allem auf den Zustand des Hauses, auf den Gebäudetyp und schätzen das Alter ein, um eine energetische Aussage treffen zu können“, erklärt Thomas Duwe. Bis Ende des Jahres sind die Mitarbeiter in den beteiligten Orten unterwegs.

„Wir wurden schon oft angesprochen, warum wir uns Notizen zu den Häusern und Fotos machen, viele denken gleich an einen kriminellen Hintergrund, aber wir wollen nichts Schlechtes, sondern ganz im Gegenteil, wir wollen zeigen, was man energetisch ändern kann“, erklärt Thomas Duwe.

„Wir finden es total toll, dass wir Teil dieses Modellprojekts sein können, es ist eine positive Aktion für die Leute und das Quartier und wir hoffen, dass sich daraus konkrete Projekte entwickeln“, erklärt Bürgermeister Klaus Fissmann. Im Frühjahr sollen Workshops angeboten werden, um mit den Bürgern in einen Dialog zu treten, um Informationen zu geben und um sinnvolle Lösungen vorzustellen.

Lebenswerte Ortskerne

Ziel des Modellprojekts soll sein, dass die Kernbereiche der Kommunen dauerhaft lebenswert bleiben. „Dies erfordert sowohl ein attraktives Erscheinungsbild, ein funktionierendes Miteinander als auch eine bezahlbare und sichere Energieversorgung“, so Michael Otto weiter. Realisiert wird das Projekt durch die Wege zusammen mit der Klima- und Energeeffizienz-Agentur KEEA aus Kassel in Kooperation mit der Seeger Engineering GmbH aus Hessisch Lichtenau sowie der NH- Projektstadt aus Kassel.

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