Rückenwind für Flüchtlinge

In Weißenborn hat die erste Fahrradwerkstatt eröffnet

Die Fahrradwerkstatt ist eröffnet: (von links) die ersten Nutzer Kalil Kiani und Lal Mohamad Shermirza, Initiator Axel Hofmann, Annegret Viehl, Bürgermeister Thomas Mäurer und René Skorczewski. Foto: Spanel

Weißenborn. Die Fahrradwerkstatt in Weißenborn macht Flüchtlinge mobil: Ob zum Deutschkurs, Einkaufen oder Sport – mithilfe ihres fahrbahren Untersatzes gewinnen die derzeit 36 Migranten, die in der Gemeinde leben, ein gewaltiges Stück an Eigenständigkeit und Selbstbestimmung hinzu.

Möglich geworden ist das Projekt durch das unermüdliche Engagement der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Weißenborns.

Die jüngst neu eröffnete Fahrradwerkstatt geht auf eine Idee Axel Hofmanns zurück. „Zunächst wurden gebrauchte, aber funktionstüchtige Zweiräder gesammelt“, sagt Hofmann. Zahlreiche Weißenbörner und Rambacher kamen dem Aufruf, der von Bürgermeister Thomas Mäurer unterstützt wurde, gern nach. Bislang wurden 25 Räder gespendet – und immer noch kommen neue hinzu.

Alle Bürger angesprochen

Auch die passenden Räumlichkeiten für die Werkstatt, in denen kleinere – und sonst oft teure – Reparaturen selbst erledigt werden können, waren schnell gefunden: Annegret Viehl stellte einen Raum an der Hintergasse 8 in Weißenborn zur Verfügung.

Immer donnerstags zwischen 17 und 18 Uhr steht die Tür offen für alle, die abgesprungene Ketten reparieren, Schaltungen anbringen oder Reifen wechseln wollen. „Die Nutzung der Fahrradwerkstatt ist aber nicht auf Flüchtlinge beschränkt, sondern spricht ausdrücklich alle Bürger der Gemeinde an“, sagt Bürgermeister Thomas Mäurer.

Von Emily Spanel 

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