Schutzschirm muss halten

Gemeinde Ringgau gleicht hohen Fehlbetrag aus

Defizit des Kindergartens ist deutlich größer als erwartet: Die Gemeinde Ringgau muss nun nachsteuern. Symbolfoto: Archiv

Lüderbach. Die Gemeinde Ringgau muss in Sachen Haushaltsplanung für das laufende Jahr kräftig nachsteuern: Zu groß fiel das Defizit der beiden Kindergärten aus (wir berichteten), das die Kommune zu tragen hat. Zwei Punkte, die bei der Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus von Lüderbach auffielen:

1. Nachtragshaushalt:

Statt der 270 000 Euro, mit denen ursprünglich kalkuliert wurde, weist der Wirtschaftsplan der Kindergärten für das Jahr 2016 einen Fehlbetrag von mindestens 390 000 Euro aus. Für die Differenz von 120 000 Euro aufkommen muss die Gemeinde: Dazu wurden bereits in der letzten Sitzung die Kindergartenbeiträge angehoben sowie die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer erhöht. Wie Büroleiterin Tatiana Duclos erläuterte, kann der Fehlbetrag aus den daraus generierten Mehreinnahmen, durch rund 20 000 Euro an zusätzlichen Erträgen aus dem Gemeindewald sowie den reduzierten Ausgaben im Bereich des Straßenbaus aufgefangen werden. All das wird im Nachtragshaushalt festgehalten.

2. Schutzschirm 

Die Gemeinde Ringgau, so Tatiana Duclos, hat das Schutzschirmziel für das Jahr 2015 um rund 100 000 Euro verfehlt. Auch hier schlägt ein wesentlich höheres Kindergarten-Defizit als veranschlagt zu Buche; zudem wurde die Planzahl der Gewerbesteuer nicht erreicht. „Erhebliche Mehrausgaben sind auch auf den Wasserschaden im Kindergarten zurückzuführen“, sagte die Büroleiterin. Die Versicherung habe hier nicht die volle Summe erstattet. Weil der Schaden erst zum Jahresende aufgetreten sei, sei ein Nachsteuern unmöglich gewesen, erklärte Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmann.

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Von Emily Spanel

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