Schweres Gerät im Einsatz

Ehrenamtliche erneuern Feldwege rund um Netra

Geübt im Umgang mit schweren Maschinen: Rüdiger Roth, unterstützt von Carlo und Martha, bei der Arbeit an dem Feldweg oberhalb des Ringgauer Ortsteils Netra. Alle Helfer engagierten sich ehrenamtlich, um die Wege instandzusetzen. Alle Fotos: privat/nh

Netra. Kräftig angepackt haben die Mitglieder des Ortsbeirates von Netra: In Eigenleistung haben sie nun einen über einen Kilometer langen Feldweg erneuert – und das Mammutprojekt an nur zwei Samstagen gestemmt.

„Insgesamt haben wir in den vergangenen Wochen 330 Tonnen Schotter verbaut“, erklärt Netras Ortsvorsteher Ronny Meister.

Das Problem

Der Feldweg am Eichenberg sowie ein Teilstück des Graburgsweges nahe Netra sind stark frequentiert. In erster Linie werden die Wege von schweren landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen befahren. „In der Vergangenheit wurden die Löcher, die durch die häufige Nutzung naturgemäß auftraten, lediglich oberflächlich mit Schotter aufgefüllt oder geflickt“, sagt Meister. Kein Dauerzustand, befand der neugewählte Ortsbeirat – und Hannes Küllmer, Niklas Roth und Ronny Meister beschlossen, selbst tätig zu werden.

Die Unterstützung

Traditionell spenden die Mitglieder der örtlichen Jagdgenossenschaft pro Jahr 2000 Euro für den Wegebau. Noch einmal 2000 Euro gibt die Gemeinde Ringgau hinzu. „Diese Summe war für uns komplett abrufbar“, sagt Ortsvorsteher Ronny Meister. Finanziert wurden davon unter anderem Rampen, Rüttelwalzen, Traktoren und Lastwagen, die von den örtlichen Landwirten und Unternehmen „zum Freundschaftspreis“ entliehen werden durften. „Ein unschlagbarer Standortvorteil“, so Meister weiter, „ist die Nähe zum Steinbruch in Röhrda, der vom Unternehmen Petrasch aus Sontra betrieben wird.“ Auch dort sei man den Freiwilligen entgegengekommen.

Die Umsetzung

Zwei Samstage haben sich die Freiwilligen und ihre Helfer Zeit genommen, um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. „Wir alle sind vom Fach“, sagt Meister mit einem Lächeln. Entweder werde die Landwirtschaft als Hobby oder im Hauptberuf betrieben. „Der Umgang mit den Maschinen ist uns daher nicht fremd – und die Arbeit ging gut von der Hand“, sagt der Ortsvorsteher.

Die Zukunft

Sind die 4000 Euro von Gemeinde und Jagdgenossen auch in Zukunft abrufbar, soll das ehrenamtliche Engagement des neugewählten Ortsbeirates in Sachen Feldwege Jahr für Jahr fortgesetzt werden. „Gewählt sind wir für fünf Jahre“, sagt Meister. „Bis dahin sollten wir auch alle Wege rund um Netra saniert haben.“

Von Emily Spanel

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