78 Stufen bis zum Ziel

Serie höchste Orte: Blick vom Berliner Turm über den Ringgau

Atemberaubende Sicht bei jedem Wetter: Vom Berliner Turm aus sind die Orte Röhrda und Netra zu erkennen. Auch einige Häuser Rittmannshausens sind zu sehen. Fotos: Spanel

In einer losen Reihenfolge stellen wir Orte vor, die eine wunderbare Aussicht bieten. Einer, der dabei den Blick über gleich mehrere Kommunen erlaubt, ist der Berliner Turm auf dem Hüppelsberg bei Datterode.

Datterode. Der Wind pfeifft scharf zwischen den Stahlverstrebungen hindurch. Hier, auf der zweiten und höchsten Plattform des rund 18 Meter hohen Berliner Turms, bieten keine Baumkronen mehr Schutz vor den Luftströmen. Gänzlich ungehindert vom Astwerk öffnet sich so zugleich ein atemberaubender Panoramablick auf die Heimat: Auf den Kirchturm zu Röhrda etwa, über das deutlich auszumachende Schulgebäude hinweg bis nach Netra und Rittmannshausen. „Bei klarer Sicht“, sagt Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmann, „ist sogar der Inselsberg, die größte Erhebung des Thüringer Waldes, auszumachen“.

Fissmann hat den höchsten Punkt des Ringgauer Ortsteils Datterode gemeinsam mit Tochter Karina und Enkelsohn Paul erklommen. Die 410 Meter bis auf den Hüppelsberg hat letzterer noch friedlich verschlafen, ebenso wie die 78 steilen Stufen bis ganz hinauf zur Aussichtsplattform.

So muss Fissmann seinem Enkel wohl später erneut den 360-Grad-Rundumblick zeigen: den unverstellten Blick auf Reichensachsen etwa, die ersten Ausläufer Eschweges und die Blaue Kuppe. Auf die Orte Weißenborn und Rambach, die sich hinter dicht bewaldeten Erhebungen verbergen, die Rabenklippen sowie auf die Kaliberge von Heringen und Philippsthal, die schemenhaft am Horizont auszumachen sind.

„Bei klarer Sicht ist sogar der Inselsberg auszumachen.“

Von der Zwischenplattform, die etwa fünf Meter tiefer gelegen ist, blicken Heimat- und Naturfreunde auf Gut Harmuthshausen. „Einfach wunderschön“ sei der Blick von oben, bilanziert Fissmann.

Ab Herbst, erklärt der Bürgermeister, eröffnet sich Einheimischen und Touristen noch eine weitere Möglichkeit, die Heimat von oben zu betrachten: Dann wird der Premiumwanderweg Point India bei Lüderbach für Wanderer zugänglich sein. Auch dort wird mit dem Turm des ehemaligen US-Camps OP-India eine spektakuläre Aussichtsplattform angeschlossen sein. „Der Turm wird zurzeit noch saniert“, sagt Fissmann.

Von Emily Spanel 

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