Unsere Heimat von oben: Von der Erikahütte auf der Graburg blicken Wanderer auf Weißenborn

Weiter Blick in der Abenddämmerung: Zu Füßen der Graburg liegt Weißenborn. Von dem Plateau an der Erikahütte hat man den wohl besten Blick auf den malerischen Fachwerkort. Fotos: Spanel

In einer Serie werden die Orte vorgestellt, die einen tollen Blick auf unsere Heimat zulassen. Heute: die Erikahütte auf der Graburg.

Weißenborn. An der Erikahütte riecht es nach frischer Erde, ein kurzer Sommerregen hat die Luft reingewaschen. Einige bunte Blätter fallen sanft von den Bäumen und bedecken das Muschelkalkplateau der Graburg, landläufig schlicht Anger genannt. Folgt man ihrem Flug, öffnet sich der Blick hinab in den Talkessel. Hier, zu Füßen des Wanderers, liegt die Gemeinde Weißenborn mit ihren malerischen Fachwerkhäusern.

Sogar einzelne, schwere hölzerne Balken sind aus 495 Metern Höhe auszumachen. Zu erahnen ist der Kirchring mit Bürgermeisteramt und Heimatmuseum, auch die Halle an der Aue und das Dorfgemeinschaftshaus sind gut zu erkennen.

Vom auf halber Strecke zwischen Weißenborn und Rambach gelegenen Wanderparkplatz „Zur Graburg“ dauert der Aufstieg zur Schutzhütte mit ihren dunklen, verwitterten Balken etwa anderthalb Stunden. Entlang des Premiumwanderweges P 15 Graburg geht es vorbei an Eiben, den selten gewordenen Els- und Mehlbeeren, entlang steiler Hanglagen und zerklüfteter Felsspalten. Feld- und Wiesenlandschaften wechseln sich in steter Regelmäßigkeit ab.

Wer achtsam ist, bemerkt inmitten dieses Naturparadieses die sorgsam ausgestaltete Beschilderung, für welche die Senioren der Männerwerkstatt der Gemeinde Weißenborn verantwortlich zeichnen. Der lockere Zusammenschluss der engagierten Ehrenamtlichen hält - sofern der Bedarf besteht - auch die Wanderwege und Schutzhütten der Gemeinde instand.

Die bewusst naturnah belassenen, pfadig anmutenden Wege durch die dichten Weißenbörner Wälder werden, je näher man der Erikahütte kommt, unterbrochen durch Kunstwerke am Wegesrand: Denn auf der Graburg verlaufen der Premiumwanderweg P 15 und der Ars Natura (X8) ein Stück weit parallel. Unter anderem lädt ein überdimensionierter Teebeutel die Wanderer zum gemeinsamen Pausemachen ein. Denn - will man seine Heimat Weißenborn von oben betrachten - ist auch schon der Weg dorthin ein stückweit das Ziel.

• Weitere Informationen zu Touren auf die Graburg, Ausgangspunkten für die Wanderung sowie zur umliegenden Gastronomie und touristischen Einrichtungen gibt es unter anderem im Internet unter den Adressen www.gemeinde-weissenborn.de, www.naturparkmeissner.deund www.urlaub-werratal.de

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