Vision einer anderen Welt

Philip Beck veröffentlicht mit „Flammen in der Finsternis“ ersten Roman

Stolz: Philip Beck aus Datterode hat mit „Flammen in der Finsternis“ seinen ersten Roman veröffentlicht. Der Datteröder schreibt unter dem Pseudonym P. T. J. R. Bêque – der Nachname ist eine Hommage an den Schriftsteller Erich Maria Remarque. Fotos: Spanel

Datterode. Ins Königreich Elementarien ist Philip Beck jahrelang alleine gereist. In seiner Fantasie entwarf der 25-Jähige schon zu Schulzeiten ein erstes Konzept dieses fiktiven Universums, schloss nach und nach eine Mythologie an, entwickelte fantastische Wesen, welche diese Welt bevölkern – kurz: Die Ideen sprudelten nur so aus dem Lehramtsstudenten für Biologie und evangelische Theologie heraus.

„Lange Zeit war Elementarien mein ganz persönliches Projekt, nur wenige Menschen waren eingeweiht“, sagt der Datteröder. „Es nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist zwar ein ungewohntes, aber umso schöneres Gefühl.“ Während der vergangenen Semesterferien hat Philip Beck seine Geschichte nach und nach zu Papier gebracht – „tagesformabhängig“, wie der Student es mit einem Lächeln beschreibt. Manchmal sei er nachts aufgestanden, um eine zündende Idee nicht in Vergessenheit geraten zu lassen; in anderen Phasen habe er der Geschichte die nötige Ruhe gegeben, um zu reifen. Herausgekommen ist sein Erstlingswerk „Flammen in der Finsternis. Die Hitze des Sommers“.

In dem als High-Fantasy klassifizierten Roman nimmt Beck seine Leser mit auf eine beflügelnde Reise durch Elementarien. Auf den Weg gebracht hat der Datteröder seinen Erstling ganz ohne Verlag – zunächst als Kindle-E-Book, dann als Taschenbuch. Das sei zwar ein hartes Stück Arbeit gewesen, sagt Beck – „doch es hat sich gelohnt.“ Über 50 Bücher hat der 25-jährige – noch völlig unbekannte – Autor bereits in den ersten anderthalb Monaten nach Erscheinen verkauft; die öffentlich einsehbaren Rezensionen überschlagen sich ausnahmslos mit Lob. „Das motiviert natürlich ungemein“, sagt Beck – und abgesehen davon sei es natürlich großartig, sein eigenes Taschenbuch in den Händen zu halten. Nun sollen mindestens drei weitere Werke folgen: Angelegt ist die Reihe „Flammen in der Finsternis“ als Tetralogie.

„Das Konzept für den zweiten Band habe ich in den vergangenen Wochen erarbeitet, und an Ideen mangelt es auch nicht“, sagt der Lehramtsstudent. Wie schon Band eins sollen auch die Nachfolger für Leser aller Generationen geeignet sein. „Für Jugendliche steht vielleicht mehr die Abenteuer-Geschichte im Fokus“, vermutet Beck, „erwachsene Rezipienten erkennen, dass der Inhalt aller Fiktion zum Trotz tagesaktuelle Bezüge von Toleranz, Akzeptanz und Religion aufweist.“

• „Flammen in der Finsternis. Die Hitze des Sommers, Band 1“ von P. T. J. R. Bêque ist bei Amazon als Kindle-E-Book (ab drei Euro) und als Taschenbuch-Ausgabe (ab 14 Euro) erhältlich.

Von Emily Spanel

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