„Waren sofort mittendrin“

Familie Matthes-Fritschler zieht von bayerischer Großstadt nach Weißenborn

Angekommen in Weißenborn: (von links) Lennox, Daniel und Jacqueline Matthes-Fritschler haben sich mit ihrem Eigenheim einen Traum erfüllt. Foto: Spanel

Die Gemeinde Weißenborn ist als Wohnort für junge Familien attraktiv. Im vergangenen Jahr waren besonders viele Zuzüge aus Großstädten zu verzeichnen. Dazu gehören auch Jacqueline, Daniel und Lennox Matthes-Fritschler.

Weißenborn. Familie Matthes-Fritschler fühlt sich rundherum angekommen. Angekommen in der Gemeinde Weißenborn, in der sie zu Jahresbeginn ein Haus gekauft hat – in bester Ortslage, mit viel Platz zum Toben für Söhnchen Lennox. „Der Kindergarten ist nur einen Katzensprung entfernt“, sagt Jacqueline Matthes-Fritschler. Ideale Bedingungen also für die junge Familie, die noch vor anderthalb Jahren ein völlig anderes Leben geführt hat – in der Großstadt in Bayern.

„Unser Leben in München war viel anonymer“, sagt Daniel Matthes rückblickend. Beispielsweise sei es schwer gewesen, einen festen Freundeskreis aufzubauen, und außerdem musste der gebürtige Dresdener weite Wege zu seiner Arbeitsstelle auf sich nehmen. „Heute fühlen wir uns wohler denn je“, sagt Jacqueline Matthes-Fritschler.

Herzliches Willkommen

Via Internet waren sie und ihr Mann im vergangenen Jahr auf ein Haus in Weißenborn aufmerksam geworden, das zum Verkauf stand. Standortfaktoren seien ihnen bei der Suche wichtig gewesen, sagt die gebürtige Mühlhäuserin: „Wie groß ist der Ort? Gibt es einen Kindergarten und eine Nahversorgung? Welche Freizeitgestaltungen sind möglich?“

Was in der Theorie perfekt klang, wurde von der Praxis noch getoppt. Schon bei der ersten Besichtigung verliebte sich das Paar in das Haus, das zu den ältesten Objekten in Weißenborn zählt. „Und bereits beim ersten Besuch in der Gemeinde fiel uns auf, wie aufgeschlossen die Leute hier sind“, sagt Daniel Matthes mit einem Lächeln. „Sofort waren wir mittendrin im Geschehen, die Nachbarn hießen uns herzlich willkommen – in München wäre das noch undenkbar gewesen.“

Eingezogen sind Matthes-Fritschlers im August, pünktlich zum Kindergarten-Start ihres Sohnes. Seitdem treiben sie die Renovierung ihres Eigenheims voran – moderat, wie beide betonen. Denn besonders wichtig sei ihnen, den Charme ihres urigen Fachwerkhauses zu erhalten. So werden beispielsweise Holzbalken freigelegt, und auch der imposante Gewölbekeller soll zum Schmuckstück herausgeputzt werden. Geheizt wird weiterhin mit Holz aus heimischen Wäldern – für den absoluten Notfall, so das junge Paar lächelnd, soll es bald aber auch Heizkörper geben. Unterstützung bei den Arbeiten erhalten Jacqueline und Daniel Matthes-Fritschler dabei in erster Linie von ihrer Familie, aber auch die Weißenbörner stehen mit Rat und Tat zur Seite.

„Keine Sekunde“ habe die Familie ihren Umzug nach Weißenborn bereut – im Gegenteil: „Was kann es für uns als Familie Schöneres geben als so zu leben, wie wir es nun tun?“.

Von Emily Spanel

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