Freie Wählergemeinschaft legt um mehr als zehn Prozent zu

Weißenborn: FWG ist großer Wahlsieger

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Weißenborn. Nach der Kommunalwahl stehen die SPD und FWG in Weißenborn vor einem Patt: In der neu gewählten Gemeindevertretung sind beide Fraktionen nun mit jeweils sechs Sitzen vertreten.

Obwohl die Sozialdemokraten ihr Ergebnis im Vergleich zu 2011 um rund einen Prozentpunkt auf nun 43,9 Prozent verbesserten, müssen sie den Verlust eines Sitzes hinnehmen – „und das war so nicht vorhersehbar“, sagt Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer (parteilos).

Der große Gewinner der Wahl in Weißenborn ist laut des vorläufigen Endergebnisses aber die FWG: Mehr als 38 Prozent der Wählerstimmen, ein Plus von zehn Prozent, vereint die Freie Wählergemeinschaft auf sich – was gleichbedeutend mit zwei zusätzlichen Sitzen in der Gemeindevertretung ist. „Der enorme Zuwachs lässt die Interpretation zu, dass viele Wähler eine Alternative zu den großen Volksparteien gesucht haben“, sagt Mäurer.

Denn deutlich abgestraft worden ist die CDU: Mit Udo Sennhenn, Andreas Faber und Thomas Hoßbach werden künftig nur noch drei Christdemokraten im Gemeindeparlament vertreten sein. Er habe zwar damit gerechnet, dass das Ergebnis von 2011 nicht wiederholbar sei, weil inzwischen die komplette Führungsriege gewechselt habe, sagte CDU-Spitzenkandidat Andreas Faber – „die Höhe der Verluste ist aber dennoch überraschend.“ In gewisser Weise sei das Ergebnis der Landes- und Bundespolitik der Christdemokraten zuzuschreiben, die offenbar nicht jeden Wählernerv treffe.

„Letztlich ist es aber positiv, dass sich erneut so viele Kandidaten bereiterklärt haben, für ihre Heimat im Ehrenamt politisch aktiv zu sein“, sagte Faber. Das sei nicht selbstverständlich.

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