Freiwillige Feuerwehren im Ringgau zogen auf Jahreshauptversammlung Bilanz

„Alles stimmt im Ringgau“

Mit dem Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 und dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40 Jahre aktive Feuerwehrdienstzeit konnten acht Feuerwehrleute ausgezeichnet werden. Fotos: W. Skupio

Netra. Zu zehn Einsätzen, davon 40 Prozent Verkehrsunfälle, mussten die Ringgauer Feuerwehren 2012 ausrücken. Gemeindebrandinspektor Sven Breitfeld berichtete 91 Brandschützern am Samstag in Netra bei der Jahreshauptversammlung und ging neben vergangenen auch auf zukünftige Herausforderungen ein.

Das letzte Jahr sei weniger von Einsätzen, als vielmehr von Übung und Ausbildung, sowie Instandhaltung der Fahrzeuge und schwerpunktmäßig vom Ausbau der Feuerwehrgerätehäuser in Röhrda und Grandenborn geprägt gewesen. „Alles stimmt im Ringgau“, sagte Breitfeld im Hinblick auf Ausrüstung und Einsatzbereitschaft. In 90 Prozent aller Fälle waren die Ringgauer Feuerwehrleute im letzten Jahr innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort.

Im Ausblick auf künftige Herausforderungen ging Breitfeld vor allem auf den Digitalfunk und das Gefahrgutkonzept ein, das die Ringgauer Feuerwehren gemeinsam mit ihren Kameraden aus Herleshausen und Sontra umsetzen werden.

Für ihren Einsatz in 2012 dankte der Gemeindebrandinspektor seinen Feuerwehren ausdrücklich, waren doch im vergangenen Jahr über 5410 Stunden ehrenamtlicher Arbeit in Form von Aus- und Weiterbildungen Übungen und Einsätzen geleistet worden. Gemeindejugendfeuerwehrwart Daniel Roth berichtete über die Jugendarbeit der Feuerwehren im vergangenen Jahr. Die Jugendfeuerwehren schulten nicht nur den Nachwuchs für die Einsatzeinheiten, sondern gestalteten auch aktiv das gesellschaftliche Leben im Ringgau durch Teilnahme an Umzügen und Dorffesten.

Dadurch wurde 2012 neben feuerwehrspezifischen Diensten auch allgemeine Jugendarbeit in insgesamt 1318 Stunden geleistet, so Roth. Bürgermeister Klaus Fissmann versprach in seinem Grußwort, die Feuerwehren trotz Schutzschirmes auch künftig gut ausstatten zu wollen und dankte für die geleistete Arbeit.

„Ich müsste sonst eine Berufsfeuerwehr installieren und wüsste nicht, wie das gehen sollte“, sagte er und unterstrich die Leistung vor allem bei Verkehrsunfällen im letzten Jahr. Gemeindevertreter Reinhard Sennhenn betonte, dass die Wehren durch ihren unermüdlichen Einsatz das Fundament unserer Sicherheit bildeten. Es erfülle ihn mit Stolz, den Feuerwehrleuten danken zu können, so Sennhenn. Kreisbrandmeister Sascha Brede überbrachte Grüße von Kreisbrandinspektor Christian Sasse und Kreisjugendwartin Natascha Franz. Als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes wies Hans-Heinz Staude auf derzeitige personelle Probleme hin und bat um Verständnis.

Insgesamt 20 Brandschützer wurden an diesem Abend befördert und 24 Auszeichnungen verliehen.

Von Wolfram Skupio

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