Stimmungsvolles Oktoberfest-Konzert beim Turnermusikzug Röhrda - Nächsten Samstag die zweite Auflage

Alte Kameraden und Tote Hosen

Wahre Meister an den Blechblasinstrumenten sind die Spielleute des Turnermusikzuges Röhrda, die ihre Gäste einmal mehr beim Oktoberfest mit großartigen Klängen unterhalten haben. Fotos:  Triller

Röhrda. Sie verstehen es immer wieder mit Bravour, ihre Gäste in Stimmung zu bringen. Egal, welchen Charakter das musikalische Event hat, die Formation um Kapellmeister Horst Busch klappt bei allen Gelegenheiten das breitgefächerte Repertoire auf und nimmt die Besucher mit auf eine Reise in die weite Welt harmonischer Klänge.

So auch alle Jahre wieder beim Oktoberfest, zu dem der Turnermusikzug Röhrda die örtliche Wilhelm-Schellhase-Halle typisch bayerisch schmückt, damit bei der Traditionsveranstaltung auch der äußere Rahmen passt. Und schon konnte es losgehen, bevor Haxen, Leberkäse, Kartoffelbrei und Sauerkraut aufgetragen wurden und aus dem Holzfass schäumendes Bier geflossen ist, hat Horst Busch den Taktstock für einen ersten musikalischen Block geschwungen.

Und von wegen träge, nach dem deftigen Essen ist unter den rund 200 Oktoberfestgäste schnell beste Stimmung aufgekommen, was natürlich an der Musik des Turnermusikzuges lag, der es verstand, mit Liedern zum Mitsingen, -schunkeln und -klatschen zu animieren. Natürlich dürfen an so einem Abend die Klassiker der Blasmusik, wie „Alte Kameraden“ oder Klänge aus dem Egerland nicht fehlen, aber es spricht für die Spielleute, dass sie sich auf völlig andere musikalische Hoheitsgewässer begeben.

Allein der Konzertmarsch „VivaBella Musica“ zu Beginn mit den Sängern Horst Busch und Norbert Fey verfehlte seine Wirkung nicht. Und der Jubel kannte keine Grenzen, als der elfjährige Nachwuchsdrummer Johannes Illing bei seinem ersten Auftritt mit den Trommelstöcken bei der Ho-Ruck-Bumm-Polka wirbelte.

Neben Stimmungswalzern, der Tenorhornparade mit Andreas Herger und Dieter Fey oder der Flügelhornserenade von Peter Draus war es auch der Gesang, der dem Abend eine besondere Note verliehen hat. Wie einst Katja Ebstein machte Eva-Maria Herger deutlich, dass es „Wunder immer wieder gibt“, oder Norbert Fey als Campino „Tage wie diese“ von den Toten Hosen zu Gehör brachte.

Die örtliche Theatergruppe „Mühlenmäuse“ unterstützte den TMZ mit einem stimmungsvollen Sketch, auch Dorothea Rimbach und Carolin Fey zündeten aus einer behördlichen Beamtenstube eine Lachsalve, und die moderne Version vom Rotkäppchen löste ebenfalls eine Stimmungsrakete aus. Förmlich zum Beben brachten die neun Musiker den Saal, als sie auf die Tische sprangen und Stimmungshits in Serie darboten.

Wegen der großen Nachfrage wiederholt der TMZ am 3. November das Oktoberfest. Allerdings ist beim Kartenkauf - im Blumenhaus Rabe - Eile geboten, denn es sind bereits 150 Tickets abgesetzt.

Von Harald Triller

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