Heike Langlotz als einzige Frau in diesem Amt im Werra-Meißner-Kreis

Straßenmeisterei Ringgau mit neuer Leiterin

Vorfahrt frei für Heike Langlotz: Die neue Leiterin der Straßenmeisterei Ringgau wurde von den Bürgermeistern (von links) Wilhelm Gebhard (Wanfried), Gerhold Brill (Meinhard), Thomas Eckhardt (Sontra), Klaus Fissmann (Ringgau), Burkhard Scheld (Herleshausen) sowie Jochen Kistner (Wehretal) begrüßt. Foto: Spanel

Netra.  Der berufliche Erfolg von Heike Langlotz ist im Werra-Meißner-Kreis einmalig: Als einziger Frau obliegt der 39-Jährigen die Leitung einer der drei Straßenmeistereien. Im Oktober des vergangenen Jahres übernahm Langlotz das Amt von ihrem Vorgänger André Konstantin Hidde.

„Der Wechsel verlief in den kritischen Wintermonaten derart reibungslos, dass die Verkehrsteilnehmer ihn nicht mitbekommen haben“, sagte Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard gestern während der offiziellen Begrüßung Langlotz’ im Amt. Und das sei, so Gebhard, das wohl schönste Kompliment, das der bisherigen Arbeit der 39-Jährigen gemacht werden könne.

Neben Gebhard waren auch die Bürgermeister der Städte und Gemeinden vertreten, deren Straßen ab sofort in den Zuständigkeitsbereich der gebürtigen Bebranerin und ihres 18-köpfigen Teams fallen. Neben Sontra, Herleshausen, Ringgau, Wanfried, Wildeck und Weißenborn sorgen sie künftig auch in Teilbereichen Meinhards, Eschweges und Wehretals für die Verkehrssicherheit.

„Einen Lastwagen-Führerschein habe ich nicht“, sagt Heike Langlotz mit einem Lächeln, „die Einsätze mit Schneepflügen und großem Gerät vor Ort müssen also weiterhin die hervorragend qualifizierten Mitarbeiter übernehmen.“

Langlotz selbst sei in erster Linie zuständig für die betriebswirtschaftliche Steuerung der Straßenmeisterei Ringgau sowie die Organisation und Planung der täglichen Arbeitsabläufe.

Die nötige fachliche Qualifkation hat sich die ledige 39-Jährige während ihrer 20-jährigen Laufbahn bei Hessen Mobil in den Landkreisen Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg erworben. Als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik war Langlotz zunächst in der Abteilung Betrieb und Verkehr beim ehemaligen Amt für Straßen- und Verkehrswesen Eschwege tätig, bevor sie sich im Zuge einer mehrjährigen Fortbildung als Ingenieurin qualifizierte.

„Ich baue in meiner Amtszeit auf die gute und offene Zusammenarbeit mit den Vertretern der Städte und Gemeinden“, sagte Langlotz. Gleichzeitig wolle sie ein offenes Ohr für alle Hinweise, Anregungen und Bedenken haben. Einen „kooperativen Führungsstil“ wünscht sich auch Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmann. So könne das enorme planerische Wissen Langlotz’ Früchte tragen.

Von Emily Spanel

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