Entscheidung ist schnell gefallen

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Das Kirmesteam Röhrda pflegt untereinander eine gute Freundschaft. So ist die Organisation des Festes reibungslos verlaufen. Von links: Jürgen Deubener, Norbert und Petra Fey, Harald und Karin Hemmer, Matthias Aßmann, Beate Hartmann und Silke Aßmann.

Röhrda. Die Mühlendorfkirmes in Röhrda ist jedes Jahr im Kalender des Dorfes fest verankert. Die Frage, wer sie denn ausrichtet, die ist allerdings immer wieder spannend. Meistens fällt die Entscheidung beim Frühschoppen am Festmontag.

Das war auch 2011 so. Als das damalige Kirmesteam um Nachfolger geworben und die Dorfjugend bereits aus mehrerlei Gründen eine Absage erteilt hat, da zuckte ganz schnell die Hand von Jürgen Deubener nach oben. Mit diesem Handzeichen und den Worten „wir machen es“ war die Entscheidung schnell gefallen. Und ebenso schnell hat Jürgen Deubener das Team zusammen. „Drei Damen, die in meiner Praxis beschäftigt sind, signalisierten mir sofort, dass sie mit im Boot sind.“

Und die dazugehörigen Partner überlegten ebenfalls nicht lange; das Kirmesteam 2012 war geboren. So stehen an der Seite von Jürgen Deubener Beate Hartmann und die Ehepaare Karin und Harald Hemmer, Petra und Norbert Fey sowie Silke und Matthias Aßmann. Die acht Köpfe pflegen eine gute Freundschaft, teilen sich Hobbys und unternehmen ohnehin viel gemeinsam. Auch die Musik verbindet die Paare.

Und so wurden in den ersten Sitzungen der Termin - 30. August bis 3. September - und die Arbeitsteilung besprochen. Musik musste organisiert und die Wahl der Schausteller getroffen werden: „Der Kontakt zur Theatergruppe Mühlenmäuse war ebenfalls schnell geknüpft, denn wir wollten die Tradition fortsetzen und die Kirmes mit einem Bühnenstück eröffnen“, erklärte Matthias Aßmann im Gespräch mit der WR. Zwar wurden gestern bereits Girlanden gewickelt, aber heute Abend um 20 Uhr hebt sich der Vorhang für die Komödie „Dreimal schwarzer Kater“ im Festzelt. Einlass zur offiziellen Kirmeseröffnung ist ab 19 Uhr.

Weitere Höhepunkte sind natürlich der Festzug am Sonntag und der Tanzabend am Samstag. Aber chronologisch: Das Discoteam „FES“ bringt die Besucher am Freitag ab 21 Uhr in Stimmung. Schon am Samstag um 9 Uhr beginnt das Umspielen mit vielen bekannten Musikern aus der Region. Am Abend garantiert die „Rhönlandband“ beste Unterhaltung. Das Septett aus Hünfeld wartet ab 20.30 Uhr mit einem breit gefächerten Repertoire auf.

Bevor sich um 14 Uhr der Umzug unter dem Motto „Je oller, desto toller“ zu den Klängen des Fanfaren- und Musikzuges Frankershausen, des Fanfaren- und Spielmannszuges Weißenborn sowie der Festkapelle Turnermusikzug Röhrda in Bewegung setzt, findet um 12.30 Uhr der Gottesdienst in der Kirche statt. Am Nachmittag reichen die Landfrauen Kaffee und Kuchen im Zelt, während der Turnermusikzug bei seinem Heimspiel flotte Musik spielt.

Um 11 Uhr wird am Montag die Zeltplane für den Frühschoppen geöffnet. Die „Melodys“ um Jürgen Mäurer gestalten den zünftigen Abschluss der Kirmes musikalisch. Passend zur Mühlenkirmes kommt das Mittagessen an diesem Tag vom örtlichen Restaurant „Untermühle“. Das Ende bleibt offen.

Am Dienstag zieht die Dorfjugend mit dem Kirmesbär von Haus zu Haus und sammelt nach alter Tradition für das gemeinsame Abendbrot Eier und Speck.

Von Harald Triller

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