„Es war einmal im Ringgau“: Edit Engelmann stellt ihr Buch in Datterode vor

Geschichten und Rezepte

Über den Dächern mit Blick in den Ringgau: In Datterode, wo die Großmutter väterlicherseits gelebt hat, stellte Edit Engelmann ihr Buch in einer Lesung vor. Foto: Mayer

Datterode. Die in Eschwege geborene und in Griechenland lebende Schriftstellerin im Zweitberuf Edit Engelmann hat ihren Besuch auf der Frankfurter Buchmesse mit einer Lesereise quer durch Deutschland verbunden. Sie lebt seit zehn Jahren in Griechenland und hat die dortige Wirtschaftskrise in Kurzgeschichten und in Tagebuchform zu Papier gebracht und jetzt als Reminiszenz an ihre Heimat das 160 Seiten starke Buch „Es war einmal im Ringgau“ herausgebracht.

Hatte ihre Promotiontour von Offenbach über Gießen, Bonn und Stuttgart in Begleitung des ehemaligen griechischen Botschafters Leonidas Chrsanthopoulos eher offiziellen und ein wenig auch politischen Charakter, waren es die Erinnerungen an Oma Christine, die Edit Engelmann auf Einladung des Heimatvereins privat nach Datterode brachten. Das Buch folgt einem zeitgemäßen Trend: Geschichten wechseln sich ab mit Rezepten, in diesem Fall kommen beide aus dem Ringgau und der näheren Umgebung.

Das Kochheft von Oma wird auf 1890/1900 datiert, es wurde von Edits Mutter abgetippt und aus dem Sütterlin ins Hochdeutsche übersetzt. Die Geschichten hat sie entweder noch selbst in Erinnerung oder nachrecherchiert.

Edit Engelmann las aus dem Heimatbuch, erzählte von Familie, Werdegang als Marketingfachfrau, Mutter und über ihre Bücher zum Leben in Griechenland führte das anschließende Gespräch direkt zu Fragen und ungeschminkter Schilderung der dortigen Situation aus Sicht einer zugereisten Deutschen. „Die Griechen haben nichts gegen die Deutschen, nur gegen ihre Politiker, die ihnen Vorschriften machen“, sagte Engelmann.

„Es war einmal im Ringgau“, ISBN 978-3-942223-24-9, 19,90 Euro, überall im Buchhandel.

Von Helmut Mayer

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