Vier Pärchen haben viel Zeit und Mühe investiert, um ein außergewöhnliches Kirmesfest zu organisieren

Jung, dynamisch und mit frischem Wind

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Die vier Kirmespaare haben ein tolles Fest vorbereitet und sich am neu gestalteten Anger fotografieren lassen. Die Mädels von links: Jasmina Polzin, Carina Führer, Pia Hörschelmann und Linda Karges. Die Jungs: Nils Saur, Dominik Führer, Florian Virnau und Julian Stüber.

Jung sind sie, dynamisch sind sie, viel Esprit zeichnet sie aus und am Dorfgeschehen beteiligen sie sich mit großem Engagement. Diese Tugenden stellen die vier Burschen und Mädels bei der Organisation der Kirmes in Renda unter Beweis.

Renda.  Beim alljährlichen „Fässchen“ im November in der Gastwirtschaft Hendrich werden alle Jahre wieder die Kirmesburschen gewählt, die dann mit ihren Mädels das Dorffest ausrichten.

Für Nils Saur und Florian Virnau, die schon 2011 dem Orga-Team angehörten, stand seinerzeit schon fest, dass sie auch in diesem Jahr wieder dabei sind: „Es galt nun schnell noch zwei Freunde an uns zu binden, die mit ins Boot steigen“, erklärte Nils Saur, dass Julian Stüber und Dominik Führer spontan ihre Bereitschaft erklärten. Dagegen betreten die vier Kirmesmädchen Linda Karges, Carina Führer, Pia Hörschelmann und „Gastarbeiterin“ Jasmina Polzin - sie ist die Freundin von Nils und kommt aus Breitau herüber nach Renda - allesamt Neuland in Sachen Organisation eines so großen Events.

So schnell wie sich die acht Köpfe gefunden haben, so rasch ging es auch an die Arbeit, Musiker und Schausteller mussten verpflichtet werden, auch die leibliche Versorgung der Gäste wurde bedacht. „Wir haben natürlich an bewährten Ritualen nicht gedreht, aber auch neue Dinge nach reiflichen Überlegungen initiiert“, sagt Dominik Führer und geht auf den Samstagabend ein. „Drei Jahre lang stand dieselbe Band auf der Zeltbühne, deshalb sind wir sicher, dass mit den ,Tequilas‘ frischer Wind nach Renda weht“, konstatiert Dominik Führer. Das sollte so sein, denn der Band gehört Stefanie Lindenau aus Stadthosbach an. Die Vollblutmusikerin und Sängerin ist nämlich die Lehrerin von Dominik und Julian, die an der Trott-Schule in Sontra auf dem Weg zum Abitur sind. „Wir freuen uns total auf die Gruppe“, setzt Julian Stüber noch einen drauf.

Am Freitag beginnt das Kirmesfest um 21 Uhr unter Hendrichs Zeltdach mit der Disco, ab 21 Uhr legt der DJ von „Bomusic“ die Scheiben auf den Plattenteller. Schon früh um 9 Uhr ziehen die Kirmespaare mit den Ulfetaler Musikanten durch die Straßen und bringen den Einwohnern beim Umspielen ganz persönlich gewünschte Ständchen. Die „Tequilas“ packen die Instrumente ab 21 Uhr aus.

Der Sonntag wird um 12.30 Uhr mit dem Festgottesdienst im wahrsten Sinne des Wortes eingeläutet, ehe sich dann der Umzug durch die Straßen schlängelt. Die musikalischen Klänge dazu kommen vom Spielmannszug Werratal sowie vom Fanfarenzug Wanfried. Beide Formationen unterhalten anschließend die Zeltbesucher bei Kaffee und Kuchen mit passenden Rhythmen bei freiem Eintritt. Am Abend gibt es ab 20 Uhr Konservenmusik vom Discoteam High-Life-Events und natürlich dürfen die Auftritte der zahlreichen Tanzgruppen aus Renda nicht fehlen. „Da bleibt vielfach kein Auge trocken“, rührt Florian Virnau die Werbetrommel für die Sonntagabend-Veranstaltung.

Um 11 Uhr ziehen die Zeltbetreiber Stefan und Henry Hendrich bei ihrem Heimspiel die Plane des Feierdomizils zurück, denn mit dem zünftigen Frühschoppen wird das Finale eröffnet. Die Ulfetaler Musikanten werden den Schlussgalopp musikalisch umrahmen. Und wie immer gibt es zur Stärkung deftige Hausmannskost aus den Schlachthäusern von Renda. Das Ende der Kirmes, so ist es anzunehmen, bleibt offen.

Von Harald Triller

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