Konsolidierung greift – Gemeinde verzichtet auf Steuererhöhungen im neuen Jahr

Ringgau hält den Abbaupfad ein

Röhrda. Mit nur 15 von 23 Abgeordneten war die Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend zwar dünn besetzt, wichtige Entscheidungen waren allerdings auch nicht zu treffen.

Die Gemeinde wird den Schulden-Abbaupfad des Schutzschirmvertrages einhalten, das war die wesentliche Nachricht der Sitzung. Um so spärlicher fallen freilich künftige Investitionen der Gemeinde unter dem Zwang des Schutzschirms aus. „Im Vergleich zum Haushalt von 2012 sind wir im nächsten Jahr 1,2 Millionen Euro weniger im Soll und damit auf dem richtigen Weg, unseren Haushalt zu konsolidieren“, erklärte Bürgermeister Klaus Fissmann.

In den nächsten Jahren werde es aber ungleich schwieriger werden, so der Verwaltungschef.

Denn die Suche nach weiteren Einsparmaßnahmen gestaltet sich schwieriger, obgleich Ausgaben nicht zu vermeiden sind. Übersichtlich fällt daher der Investitionsplan der Gemeinde aus. „Viel mehr ist es nicht“, so Fissmann und hob ein Din-A-6-Notizblättchen in die Luft. Drei große Investitionen kommen dennoch auf die Gemeinde zu.

Die Straßenerneuerung in Datterode steht im nächsten Jahr mit 380 000 Euro an, der Kindergarten benötigt einen neuen, mit 60 000 Euro veranschlagten Mehrzweckraum und die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik in Höhe von 40 000 Euro ist auch geplant. „Die Planungen sind ein guter Kompromiss aus den Zwängen des Schutzschirms und notwendigen Investitionen“, sagte Erwin Knies von der SPD.

Das Schutzschirmziel für 2014 verfehlt die Gemeinde im Moment noch um 35 000 Euro. „Wenn wir 2018 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen, wäre es nach 25 Jahren das erste Mal“, so Fissmann. (wrs)

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare