Klaus Fissmann zieht von Tür zu Tür

Der Wahlkampf im Ringgau hat begonnen

Werbung in eigener Sache: Klaus Fissmann klingelt an fast jeder Haustür. Hier hat er Sylvia Landau und deren acht Monate alten Sohn Finn angetroffen. Den Landaus ist vor allem das Thema der Kinderbetreuung wichtig. Fotos: Müller

Datterode. Kalt ist es auf den Höhen von Datterode, und zugig. Dick eingepackt in Schal und Wintermantel zieht Klaus Fissmann (SPD) von Tür zu Tür - der Wahlkampf hat begonnen.

Ein bisschen abgespeckt zwar im Vergleich zum vergangenen Mal, aber dennoch motiviert: „Auch wenn nur einer zur Wahl steht, ich will, dass möglichst viele an die Urne gehen“, sagt der aktuelle Gemeindechef.

„Wer nicht wählen geht, kann auch nicht mitreden“, ist Sylvia Landau überzeugt. Sie will auf jeden Fall am 21. April ihre Stimme abgeben. Dass der Bürgermeister jeden einzelnen Ort im Ringgau abklappert, findet sie gut. Bürgernah soll er sein. Und immer gut informiert. Acht Monate alt ist ihr Sohn. Wichtigstes Thema bei den Landaus: Ausstattung und Betreuung im Kindergarten. „Da sind wir dran“, verspricht der Bürgermeister.

Von Tür zu Tür: Fissmann verteilt Flyer und Kugelschreiber.

Weiter geht es den Finkenweg runter und hoch auf den Eschelberg - Datterodes höchsten Punkt. Dort wohnt Familie Secker. Ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, sind sie jetzt wahlberechtigt im Ringgau. Fissmann kennt sie aus dem Heimatverein. Wie fast jeden in Datterode. Dort ist der 54-jährige Sozialdemokrat geboren, in Röhrda aufgewachsen.

Nach der Lehre zum Einzelhandelskaufmann verpflichtete sich der zweifache Familienvater für zwölf Jahre bei der Bundeswehr. Anschließend absolvierte er die Ausbildung zum Beamten im Mittleren Dienst bei der Gemeinde Ringgau und die Fortbildung zum Verwaltungsfachwirt. Seit 23 Jahren ist er nun bei der Gemeinde beschäftigt, bald sechs davon als Bürgermeister. Sein Ziel, sagt er, seien von Anfang an zwei Amtsperioden gewesen. „Jetzt möchte ich weitere sechs Jahre für die Gemeinde und ihre Bewohner da sein “, wünscht er sich.

Seckers Stimmen sind ihm sicher, an der nächsten Tür hat Fissmann weniger Glück: Charlotte Lorenz hat im Ringgau nur ihren Zweitwohnsitz, wahlberechtigt ist sie in Berlin. Flyer und Kugelschreiber nimmt sie trotzdem. „Bürgermeisterwahlen sind immer wichtig für die Zukunft eines Ortes“, sagt sie.

Klaus Fissmann zieht weiter von Tür zu Tür. Oft kann er nur den Briefkasten bedienen, die meisten sind am Vormittag arbeiten. Flyer und Kugelschreiber sollen die Leute an die Wahl am 21. April erinnern. Über Themen diskutieren will Fissmann am Samstag, 13. April. An diesem Tag steht er von 9.30 bis 11 Uhr vorm Marktwert in Netra und von 11 bis 13 Uhr vorm selbigen in Datterode.

Mit dabei sind dann auch Landrat Stefan Reuß und Landtagsabgeordneter Dieter Franz. „Da möchte ich mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen“, appelliert Fissmann an die Ringgauer. Eine Podiumsdiskussion zur Wahl mit der Werra-Rundschau findet am Mittwoch, 17. April, ab 19.30 Uhr im DGH Netra statt.

Kommentare