Grandenborn sichert sich mit 1511 Startern den HR 4-Titel „Schönster Wanderort“

Wanderer laufen zum Sieg

Die Freude in Grandenborn ist riesig, als Moderator Tobias Hagen das Ergebnis verkündete: Mit riesiger Beteiligung der Wanderer lassen die Ringgauer die drei Mitbewerber weit hinter sich. Foto: Weber

Grandenborn. Werner Mest versagte vor Rührung beinahe die Stimme, als das überwältigende Ergebnis feststand: Mit 1511 gut gelaunten Wanderern, die die Ziellinie überschritten haben, ließ Grandenborn seine Mitbewerber Runkel und Lindenfels abgeschlagen weit hinter sich. Auch Poppenhausen, das beim HR 4-Wettbewerb „Schönster Wanderort“ auf den zweiten Platz kam, konnte im Vergleich dazu nur „schlappe“ 637 Teilnehmer aufbieten.

Damit steht es fest: In Nordhessen wandert es sich nicht nur am Schönsten, es lassen sich auch die meisten Menschen für dieses Hobby begeistern. Und wenn es am Ende noch Bratwurst und Bier gibt, ist der Tag perfekt gelaufen - im wahrsten Sinne. Werner Mest, Initiator der Interessengemeinschaft „Wandern, Essen und Trinken“, hatte sich im Vorfeld auch mit ganzer Energie dafür eingesetzt, den im Juli eingeweihten und zertifizierten Premiumweg  13 einem möglichst großen Wanderpublikum nahezubringen.

„Es ist ein wunderbarer Glücksfall, dass wir unter 500 Bewerbern ins Finale gekommen sind“, sagt Werner Mest. Bei schönstem Herbstwetter konnte Grandenborn am Ende mit einer Riesenbeteiligung den Sieg einheimsen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil alle örtlichen Vereine mit an einem Strang gezogen haben, um diesen Tag, der mit einer HR 4-Liveübertragung vor dem Teichhof seinen Höhepunkt fand, zu einem tollen Erlebnis zu machen.

Bürgermeister Klaus Fissmann war überglücklich. „Die 5000 Euro Siegprämie bleiben im Ort“, versicherte er. Das hätten die Grandenbörner verdient.

Beim Auftritt der Country-Sängerin Linda Feller konnten die Wanderer nach zwölf Kilometern Strecke verschnaufen und schließlich feiern. „Wir sind die Strecke in gemütlichem Tempo gelaufen und haben dafür rund dreieinhalb Stunden gebraucht. Es macht wirklich viel Spaß“, erzählte etwa Edith Maske aus Wichmannshausen. Axel Blum fügte hinzu: „Die Strecke kann man sehr gut laufen, der Aufstieg zur Boyneburg ist nicht sehr steil, und man hat dabei einen tollen Ausblick ins Tal hinab.“

Von Kristin Weber

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