Känguru-Baby aus Sontra entwickelt sich prächtig

Bericht aus dem Beutel

Schlafen, trinken, mithüpfen: Das ist das Leben eines Wallaby-Babys. Tierpfleger Peter Wischnewski rechnet aber jeden Tag damit, dass das kleine Känguru zum ersten Mal den Beutel der Mutter verlässt und das Gehege in Sontra auf eigene Faust erkundet. Foto: Beutner

Sontra. Noch ernährt es sich ausschließlich von Muttermilch, aber wann immer es aus dem Beutel guckt, knabbert das kleine Wallaby-Baby aus Sontra am sprießenden Gras, jungen Pflänzchen oder an den Leckereien, die Tierpfleger Peter Wischnewski der Känguru-Mama anbietet. „Unserem Kleinen geht es prächtig“, versichert Wischnewski stolz.

Vergangene Woche hatten der Tierpfleger im Reptilienzoo Sontra und sein Praktikant Leon Koch entdeckt, dass da ein Baby aus einem der Beutel guckt – und das, obwohl sie davon ausgegangen waren, eine reine Männer-Runde zu beherbergen (wir berichteten).

Peter Wischnewski

Seitdem beobachtet das kleine Känguru die Welt um sich herum neugierig aus dem Beutel der Mutter und hat sogar die Vorderbeine schon mal herausgestreckt. „Ich rechne jeden Tag damit, dass das Kleine zum ersten Mal den Beutel verlässt“, sagt Peter Wischnewski.

Ein halbes Jahr muss es her sein, dass das Baby, nur wenige Zentimeter groß und nackt, geboren wurde und sich an einer Zitze der Mutter festsaugte. Mittlerweile ist es etwa so groß wie ein Chiwawa, sagt Peter Wischnewski. Von einem Arzt wurde es aber noch nicht untersucht. „Das wäre zu viel Stress für das Tier“, befürchtet der Tierpfleger.

Wie soll es heißen?

Der Reptilienzoo in Sontra ist noch auf der Suche nach einem Namen für den Nachwuchs. Nach Möglichkeit sollte er sowohl für ein Mädchen als auch für einen Jungen passen, denn noch ist nicht klar, was von beidem den Beutel bewohnt.

Vorschläge können bis Donnerstag, 10. April, an redaktion@werra-rundschau.de geschickt werden. Das Team des Reptilienzoos wird sich aus den Vorschlägen einen Namen aussuchen. Derjenige, dessen Namensvorschlag das Baby erhält, kann sich über Eintrittskarten für den Reptilienzoo für die ganze Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder) freuen. Dort leben neben den Kängurus zurzeit 180 weitere Tiere wie Schlangen, Vogelspinnen, Erdmännchen, ein Alligator und Minischweine.

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