Höhlenforscher vermuten bei Ulfen größere Höhlen

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Höhlenforschung: Ortsvorsteher Michael Stein (links) und Georg Göpfarth vom Heimat- und Förderverein Ulfen vermuten den Eingang zur Höhle an der Karst-Quelle.

Ulfen. Höhlenforscher vermuten im Raum Ulfen größere Höhlensysteme, die einen Einblick in eine bisher verborgene Unterwelt zeigen könnten.

Seit vielen Jahren werden durch den Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen systematisch die Höhlen und Karsterscheinungen im Ringgau und im Sontraer Becken kartiert. Dabei werden nicht nur zugängliche Höhlen erforscht und vermessen, es werden auch das Grundwasser und die Quellen hinsichtlich ihres Artenreichtums untersucht.

„Die Forschungsergebnisse können auch ein neues Licht auf die Artenvielfalt im Quell- und Grundwasser werfen.“

Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen werden von Stefan Zaenker, Vorsitzender des Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen, am kommenden Mittwoch, 28. Oktober, vorgestellt. Ab 19.30 Uhr wird er in einem Vortrag in Kloppers Brauhaus über die aktuellen Untersuchungen berichten. Der Eintritt ist frei.

„Die Forschungsergebnisse können auch ein neues Licht auf die Artenvielfalt im Quell- und Grundwasser werfen“, erklärt Stefan Zaenker. „In den Quellen leben neben Eiszeitrelikten wie dem Alpenstrudelwurm zahlreiche seltene Grundwasserbewohner, die auch im Hinblick auf den Klimawandel neue Erkenntnisse bringen könnten.“

„Der Eingang zur Höhle wird an der Karst-Quelle vermutet, sie soll eine der größten Höhlensysteme in Hessen sein“, sagt Ortsvorsteher Michael Stein. Mit Hilfe von Tests soll das jetzt belegt werden. Auch darüber wird Stefan Zaenker in seinem Vortrag berichten. „Für Ulfen und die Region würde so eine Höhle viel bedeuten“, fügt Michael Stein an.

Von Sonja Berg

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