Andere Kommunen im Kreis müssen noch Jahre warten

Eine Million Euro für Lärmschutz in Sontra

Symbolbild

Eschwege. Einige Anlieger der Bahnstrecke in Sontra können aufatmen: Entlang der Fuldaer Straße und der Bahnhofstraße sollen in den Jahren 2015 und 2016 zwei Schallschutzwände auf zusammen etwa 800 Metern Länge errichtet werden.

Dies berichteten gestern die zuständigen Bauingenieure der DB Projektbau, Valeria Ziebart und Ulrich Kalka, in Sontra. Insgesamt soll rund eine Million Euro investiert werden.

Weniger gut hingegen sieht es für die Bahnanlieger in Bad Sooden-Allendorf, Gertenbach und Neu-Eichenberg aus. „Ich gehe davon aus, dass hier die Planungen frühestens 2018 beginnen können“, sagt Kalka. Grund dafür ist, dass es eine Prioritätenliste gibt, die der Reihe nach abgearbeitet wird. Grundlage dafür ist neben der tatsächlichen Lärmbelästigung unter anderem die Zahl der Anwohner, die später vom Lärmschutz profitieren. „Da gibt es manchmal unangenehme Grenzfälle“, gibt auch Kalka unumwunden zu. Allerdings verteidigte er die strengen Regeln, denn es „gibt keinen Rechstanspruch auf Lärmschutz“. Finanziert werden die Schallschutzwände aus dem 1999 aufgelegten freiwilligen Lärmsanierungsprogramm des Bundes, in das seit diesem Jahr 120 Millionen Euro jährlich fließen, vorher waren es 100 Millionen.

Um in den Genuss der Förderung zu kommen, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein: Die Lärmbelästigung muss am Tag über 70 Dezibel, dies entspricht etwa den Geräuschen eines Fernsehers oder Rasenmähers, und in der Nacht über 60 Dezibel, wie eine Nähmaschine oder ein Gruppengespräch, liegen. Zudem müssen die betroffenen Häuser vor dem 1974 verabschiedeten Bundes-Immissionsschutzgesetz gebaut worden sein. Zu guter Letzt muss eine Kosten-Nutzen-Analyse noch ergeben, dass genügend Anwohner vom Schallschutz profitieren. „Für ein einzelnes Gebäude wird keine Schallschutzwand gebaut“, sagt Kalka.

Von Diana Rissmann

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