Die Ulfener Jungs begeistern ihr Publikum bei ihrem 23. Neujahrskonzert

Einfach überraschend gut

Tatkräftige Unterstützung: Zum großen Finale durfte ein Fan der Ulfener Jungs den Taktstock schwingen.

Ulfen. Mit Pauken und Trompeten begrüßten die Ulfener Jungs das neue Jahr in der bis auf den letzten Platz besetzen Halle: Unter dem Motto „Das Feuer brennt weiter“ begeisterte das Orchester in altbekannter Manier in der 23. Auflage sein Publikum.

In einer fast dreistündigen Show spielten die Ulfener Jungs, die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern, unter der Leitung von Torsten Meissl einen gekonnten Mix aus klassischer Blasmusik und Interpretationen moderner Stücke. Eröffnet wurde das Konzert mit dem Lied „Adventure“ von Markus Götz, gefolgt von einem russischen Walzer und einem russischen Marsch. Bei der böhmischen Polka „Musikantenfreunde“ von Wolfgang Probst durften Sebastian Walter am Flügelhorn und Gerhard Buchenau am Tenorhorn ihre Soloqualitäten zeigen.

Die Nachwuchsmusiker der Ulfener Jungs durften das erfahrene Orchester zum ersten Mal beim Stück „Boomwhackers on Stage“ begleiten, zu dem Ramona Brenk, Sarah Meissl und Patrick Hefele mit Boomwhackers auf einem Rohr rumtrommelten und bewiesen, dass man keine klassischen Instrumente für Musik benötigt.

Lena Bodenstein hatte im Stück „Satellite“ ihren großen Gesangsauftritt. „Wir haben unsere eigene Lena Meyer-Landruth“, begrüßte Dirigent Torsten Meissl die junge Sängerin. Die modernsten Töne spielten die Ulfener Jungs zum Schluss des ersten Teils: Die Stücke der britischen Sängerin Adele von Arrangeur Michael Brown standen auf dem Programm.

Bilder vom Konzert

Neujahrskonzert der Ulfener Jungs

Nach der Pause ging es mit klassischer Blasmusik weiter. „Wir sind nach wie vor sehr mit den Egerländern verbunden“, erklärten Ramona Brenk und Thomas Eckhardt, die gemeinsam durch den Abend führten. Im Stück „Das Feuer brennt weiter“ von Ernst Hutter sangen die Ulfener Jungs zum ersten Mal eine Strophe als Chor. „Wir sind eben immer für Überraschungen gut“, so Thorsten Meissl. Noch mehr Überraschungen gab es im darauf folgenden Lied „Grand Filou“ in dem bekannte Stücke großer klassischer Komponisten gespielt wurden. Dirigent Meissl hatte hier alle Hände voll zu tun, das Orchester machte aber was es wollte. Kurzerhand „erschoss“ er die aufmüpfige Sarah Meissl, die vom DRK von der Bühne getragen wurde.

Zum „Cancan“ zeigten die Damen des Orchesters ihre Tanzqualitäten, die schließlich sogar von einigen Männern in rosa Tutus unterstützt wurden. Zum großen Finale mit den „Alten Kameraden“ durfte sogar ein Fan den Dirigentenstab übernehmen.

Von Sonja Berg

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