Energie aus der Luft

Windpark und Wanderweg in Sontra offiziell eröffnet

Ragen 199 Meter hoch in die Luft: Die fünf Turbinen liefern in Zukunft rund 33 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Sontra. Am vergangenen Donnerstagnachmittag wurden der Windpark Sontra und der Windenergie-Wanderpfad offiziell eröffnet. Fünf Turbinen mit einer Nennleistung von zwölf Megawatt liefern in Zukunft rund 33 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr, damit kann man mehr als 9000 Haushalte versorgen und rund 36 Millionen Kilogramm Braunkohle pro Jahr sparen.

Gebaut wurde der Park durch die PNE-WIND-Gruppe, die seit 1990 schon mehr als 200 Windparks realisieren konnte, ein Wanderpfad war zuvor noch nie dabei. Dazu wurde auch der Windenergie-Wanderpfad eröffnet, der auf sechs informativen Tafeln zu Themen der Windkraftnutzung informiert.

Gaben Park und Weg frei: Jens-Ulrich Biermann (von links), Jens Peters, Altbürgermeister Karl-Heinz Schäfer, Dr. Rainer Wallmann, Bürgermeister Thomas Eckhardt, Akquisiteur David Drössler und Michael Peters. Fotos: Berg

„Auf die Idee hat uns Bürgermeister Thomas Eckhardt gebracht, seit dem Baubeginn wurde hier oben ein reges Treiben von Menschen beobachtet, die vor Ort mal schauen wollten, was hier entstanden ist“, erklärte Jens-Ulrich Biermann, Leiter der Akquisition und Projektentwicklung Deutschland Onshore. Zwischen Diemerode und Stadthosbach stehen die fünf Turbinen. Zu erreichen ist der Wanderweg über die Ortschaften Heyerode, Stadthosbach und Diemerode.

In nur dreieinhalb Jahren konnte der Windpark von der ersten Flächenerkundung Mitte 2011 und der Inbetriebnahme aller Windenergieanlagen Ende 2014 realisiert werden. Die Bauphase selbst dauerte nur rund sechs Monate. Grundlage für die Beurteilung der Windverhältnisse an diesem Standort waren Messungen, für die eigens ein 140 Meter hoher Messmast errichtet wurde. „Die in Sontra verwendeten Windenergieanlagen zeichnen sich durch eine besonders hohe Effizienz aus, unterstützt wird dies durch die Bauhöhe der Anlagen“, erklärte Projektleiter Jens Peters. Insgesamt haben die Turbinen eine Höhe von 199 Metern.

Der Windpark Sontra stellte auf Grund seiner Lage in der nordhessischen Mittelgebirgsregion mit Steigungen von bis zu 20 Prozent eine besondere Herausforderung dar. „Die engen Orts- und Waldgebietsdurchfahrten und die logistischen Anforderungen der Schwertransporte und Lieferfahrzeuge konnten mit zusätzlicher Zugunterstützung gemeistert werden“, so Jens-Ulrich Biermann.

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