L 3459 wird 2014 ausgebaut

Nach Demo und Resolution steht Geld für Straße zwischen Thurn- und Stadthosbach bereit

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Schlechte Karten: Im Begegnungsverkehr wird es auf der Straße zwischen Stadt- und Thurnhosbach eng, wenn große Fahrzeuge aufeinandertreffen. Die Straße soll von vier Metern auf 5,50 Meter verbreitert werden.

Stadthosbach. Die Landesstraße 3459 wird im Jahr 2014 ausgebaut werden. Diese Information bestätigte jetzt der Vorsitzende der FDP Sontra-Herleshausen Karlheinz Adolph. Adolph hatte auf Nachfrage aus dem Ministerium für Wirtschaft und Verkehr von Minister Florian Rentsch (FDP) erfahren, dass die Baumaßnahme in den Entwurf des Landesstraßenbauprogramms für 2014 eingeplant sei.

Ein entsprechender Brief an den Magistrat der Stadt Sontra sei unterwegs. Die Stadt und Hessen Mobil waren gestern noch nicht informiert.

Die Landesstraße zwischen Stadt- und Thurnhosbach gehört zu den schlechtesten Straßen im Kreisgebiet, wie auch Ulrich Wieditz von Hessen Mobil bestätigt. Seit rund zwölf Jahren hoffen die Einwohner der beiden kleinen Dörfer auf eine neue Straße. Auf Nachfrage der Ortsvorsteher Klaus Kollmann (Thurnhosbach) und Heinz Apel (Stadthosbach) vor zwei Jahren wurde ihnen von HessenMobil der Baubeginn für 2012 vorhergesagt. Auch diese Frist ist verstrichen, passiert ist nichts. Bei der Vorstellung aller Straßenbauprojekte im Frühjahr war bei Hessen Mobil von Thurn- und Stadthosbach keine Rede mehr. Es liege am Geld, sagte Wieditz bisher.

Kollmann und Apel organisierten daraufhin im Juni eine Demonstration mit der Hälfte der Bevölkerung der beiden Stadtteile, die auch Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer (SPD) unterstützte. In die Stadtverordnetenversammlung brachte er eine Resolution ein, die von allen Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet wurde. Genau wie die Ortsvorsteher forderte die Stadtverordnetenversammlung Verkehrsminister Rentsch auf, Geld für den Ausbau zur Verfügung zu stellen.

540 000 Euro soll der Ausbau der Straße kosten. Von derzeit vier Metern soll sie auf 5,50 Meter ausgebaut werden. Auf beiden Seiten ist eine Bankette von etwa einem Meter vorgesehen. Die geringe Straßenbreite war neben dem schlechten Zustand das größte Problem der maroden Landesstraße. Allein in Thurnhosbach gibt es vier Vollerwerbslandwirte mit großen Maschinen. Sechsmal am Tag kommt der große Schulbus vorbei. Und immer häufiger befahren 40-Tonner die schmale Straße, die an den Rändern schon abschüssig ist. Das liegt an den modernen Navigationsgeräten. Von Sontra nach Kassel führt der kürzeste Weg beispielsweise über Thurn- und Stadthosbach.

„Neben der Resolution hat auch der eindrucksvolle Protest der Bürger von Stadt- und Thurnhosbach zum schnellen Erfolg beigetragen“, sagt Adolph.

Von Tobias Stück

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