Sontras Bürgermeister steht Gründung eines Fördervereins skeptisch gegenüber

Hilfe für Freibad ist schwierig

So sieht es an guten Sommertagen aus: Das Schwimmbad in Sontra hatte in den vergangenen beiden Jahren einen stärkeren Zulauf als in der Vergangenheit. Trotzdem bleibt das städtische Freibad weiter defizitär. Foto:  Archiv

Sontra. Die Fraktionsgemeinschaft aus Grünen und FDP hat in der Stadtverordnetenversammlung vorgeschlagen, für das Schwimmbad in Sontra einen Förderverein zu gründen. Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer (SPD) ist zu diesem Vorschlag zwiegespalten.

„Wir freuen uns über jede Idee und wollen auch prinzipiell alles unterstützen, glauben aber, dass ein Förderverein beim Sontraer Schwimmbad nicht tragbar ist“, sagt Schäfer.

„Ein Förderverein für unser Schwimmbad ist eine Mammutaufgabe, die nicht nebenbei gelöst werden kann“, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer gegenüber der Werra-Rundschau. Der Bürgermeister rechnet vor: Rund 285 000 Euro Kosten entstehen pro Jahr durch das Schwimmbad, ein Betrag, der schwierig zu erwirtschaften sei. Der Förderverein bräuchte 1000 Mitglieder, die jährlich einen Beitrag von 150 Euro zahlen müssten sowie den normalen Eintritt ins Bad, der ebenfalls mehr als doppelt so hoch wie aktuell sein müsste. Neben den drei Monaten Betrieb müssten ebenfalls vier weitere Monate der Vor- und Nacharbeit mit Personal geschultert werden. „Man würde etwa 40 Leute benötigen, die regelmäßig im Sommer umsonst im Schwimmbad arbeiten würden“, so Bürgermeister Schäfer weiter.

Für die Sicherheit im Bad würden zusätzlich Rettungsschwimmer benötigt, aktuell gibt es fünf bei der Sontraer DLRG. Zudem sei das Risiko sehr groß, dass etwas unvorhersehbares passieren könnte, wie der Ausfall einer Pumpe oder teure Reparaturen, die ein Loch in das Finanzkonzept reißen könnten.

In kleineren Gemeinden sei eine Finanzierung durch einen Förderverein gut machbar, aber für das Sontraer Schwimmbad benötige man Fachpersonal: „Wir haben hier teure und komplizierte Technik, die von Leuten bedient werden muss, die sich damit auskennen“.

Am besten könne man das Sontraer Schwimmbad unterstützen, in dem man eine Jahreskarte kaufen würde, diese kostet aktuell rund 100 Euro. „Wir sind gerade dabei mit den Verwaltungen aus Nentershausen und Herleshausen auch enger im Bezug auf unsere Schwimbäder zusammen zu arbeiten und entwickeln dafür gerade ein Konzept“, erklärt Schäfer die aktuellen Planungen. (sb)

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