Die Hilfe kommt säckeweise

Großes Spendenaufkommen für Kinder in der Erstaufnahmeeinrichtung in Sontra

Haben mehr als ein Dutzend Säcke voll mit Kleiderspenden für Kinder organisiert: Fabian und Jennifer Schweitzer aus Sontra. Foto: Deppe

Sontra. Mehr als 60 der insgesamt knapp 100 Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung im Sontraer Feriendorf sind Kinder. Und die müssen anders ausgestattet werden als Erwachsene. Um dem Mangel an Kleidung und Spielwaren entgegenzuwirken, hat das Sontraer Ehepaar Fabian und Jennifer Schweitzer bereits im November in Ulfen einen Aufruf gestartet. Inzwischen sind mehr als ein Dutzend prall gefüllte Säcke zusammengekommen.

Fabian Schweitzer kennt sich als Sicherheitsdienst-Objektleiter für mehrere Einrichtungen mit den Bedürfnissen der Flüchtlinge aus. „Es gab wirklich schon sehr viele Spenden“, sagt er, „aber gerade für Kinder noch zu wenig.“ Das Ehepaar, das selbst zwei Kinder hat, hatte zunächst in der Ulfener Kindertagesstätte „Wiesenwichtel“ andere Eltern motiviert, Kleidung abzugeben. Die Sortierung übernimmt die Bürgerhilfe Sontra in der Stöberecke. Deren Vorsitzende Barbara Persch freut sich über die vielen Säcke, wünscht sich aber auch weitere Spenden. Besonders Schuhe in allen Größen werden derzeit benötigt. „Viele der Neuankömmlinge tragen zwar lieber Sandalen“, berichtet Fabian Schweitzer, „spätestens wenn richtig Schnee liegt, werden sie aber auf geschlossene Schuhe zurückgreifen.“ Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt sagte beim Gespräch in der Stöberecke: „Wir sind jetzt für die Kinder ganz gut vorbereitet“. Was noch fehlt, ist ein fester Standort für eine Kleiderkammer. Bürgerhilfe und Stadt hoffen auf Räumlichkeiten oder einen Container direkt im Feriendorf. Die Entscheidung liegt beim Deutschen Roten Kreuz Hersfeld-Rotenburg, das die Einrichtung in Sontra betreut. In der Stöberecke werden heute zwischen 9 und 12 Uhr und am Freitag zwischen 13 und 17 Uhr wieder Spenden entgegengenommen. „Wir nehmen alles, aber bitte sauber“, sagt Persch. (lad)

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