Zweckverband beauftragt Marketing-Agentur, um Käufer besser zu informieren

Husarenkaserne in Sontra: Keine Eile nötig

Hoffen auf viele neue Arbeitsplätze in Sontra: (von links) Siegfried Rauer von der Wirtschaftsförderung, Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt, Landrat Stefan Reuß, Bernd Rudolph von der Wirtschaftsförderung, Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld, Nentershausens Bürgermeister Ralf Hilmes und Alexander Bestvater, Geschäftsführer der B3Plus-Agentur. Foto: Deppe

Sontra. Der Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit (InKomZ) geht neue Wege bei der Vermarktung der ehemaligen Husarenkaserne in Sontra. Die Marketing-Agentur B3Plus aus Alheim-Heinebach hat den Auftrag bekommen, das Gelände auf Internetseiten und Flyern zu präsentieren.

„Wir wollen Interessenten alle Informationen gebündelt und immer aktuell mitgeben können, gerade weil es erfahrungsgemäß immer sehr viele Detailfragen gibt“, sagt Siegfried Rauer von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Werra-Meißner-Kreis. Alexander Bestvater, Geschäftsführer des Unternehmens, das nach einer Ausschreibung unter fünf Bewerbern ausgewählt wurde, ist sich sicher, spätestens Ende Juli Ergebnisse präsentieren zu können. „Die Internetseite ist dann fertig“, sagt er. Eckhardt weist darauf hin, dass die Agentur die Wirtschaftsförderung nicht ersetze, sondern bei der Vermarktung unterstützen solle. Derzeit gebe es mehrere potenzielle Käufer, die sich für die Gewerbeflächen interessieren.

Weil durch die Vermietung an einen Autohändler derzeit Einnahmen von jährlich über 100 000 Euro in den Kassen landen, sieht sich der Zweckverband nicht zu Schnellschüssen genötigt. „In den Parlamenten werden wir oft gefragt, warum wir das Gelände nicht wieder verkaufen“, sagt Nentershausens Bürgermeister Ralf Hilmes, „wir wollen hier aber nachhaltig Arbeitsplätze schaffen und das gelingt besser mit Routine und Ruhe.“

Das 24 Hektar große Areal hat die Stadt Sontra im Jahr 2012 gekauft. Seitdem wurden 1,87 Millionen Euro in die Sanierung und Erschließung des Geländes gesteckt. Ziel ist ein interkommunaler Gewerbepark gemeinsam mit den Gemeinden Herleshausen und Nentershausen.

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