Sontra, Herleshausen und Nentershausen übergeben ihre Eröffungsbilanz gleichzeitig an Kreisverwaltungen

Inventur für drei Kommunen

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Herr der Zahlen: Marko Heckerodt hat die Eröffnungsbilanzen für alle drei Kommunen erstellt. Er musste ein Gesamtvermögen von rund 84 Millionen Euro bewerten. Foto: Stück

 Sontra. Auf 58,5 Millionen Euro beläuft sich das Vermögen der Stadt Sontra, auf 14,5 Millionen das der Gemeinde Herleshausen, elf Millionen ist die Gemeinde Nentershausen schwer. Die drei Kommunen haben gestern ihre Eröffnungsbilanzen vorgelegt.

Vier Jahre nach Einführung der Doppik haben die drei Kommunen jetzt die umfassende Dokumentation ihrer Finanzlage. Zahlen wurde Auf Basis dieser Daten werden in Zukunft die Jahresabschlüsse der Verwaltung berechnet. Für die vergangenen Jahre müssen die Abrechnungen jetzt nachgeholt werden.

2009 haben die drei Kommunen, die sich in einem Interkommunalen Zweckverband (InkomZ) zusammengeschlossen haben, auf die Haushaltsführung Doppik umgestellt. Zu diesem Zeitpunkt sollte bereits eine Eröffnungsbilanz aufgestellt sein. „Dieser Zeitplan war für uns als kleine Kommune aber nicht einzuhalten“, sagte Sontras Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer bei der Vorstellung. Um die Arbeit zu bewältigen wurde vor zwei Jahren der Diplom-Betriebswirt Marko Heckerodt eingestellt. Um Kosten zu sparen, haben sich die drei Zweckverbandskommunen den Experten geteilt. Jetzt ist das Zahlenwerk für alle drei Mitglieder abgeschlossen.

Zahlen wollen die Kommunen noch nicht veröffentlichen. „Sie sind erst belastbar, wenn der Rechnungsprüfungsausschuss der Landkreise die Eröffnungsbilanz freigegeben hat“, erklärt Heckerodt. Der Werra-Meißner-Kreis plant, die Prüfung Mitte November abgeschlossen zu haben. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg kann den Abschluss noch nicht festlegen.

Die Eröffnungsbilanz ist mit einer Inventur vergleichbar. Für alle drei Kommunen wurde ein Gesamtvermögen von insgesamt 84 Millionen Euro bewertet werden. Heckerodt und die Zuarbeiter in den drei Verwaltungen haben 8264 Grundstücke, 345 Gebäude und Bauwerke, 1337 Straße, Plätze und Brücken und 113 Fahrzeuge aufgelistet. Außerdem wurden die Schulden zusammengezählt, die ebenfalls von den Rechnungsprüfungsausschüssen noch geprüft werden müssen.

Die drei Bürgermeister Ralf Hilmes (Nentershausen), Burkhard Scheld (Herleshausen) und Karl-Heinz Schäfer (Sontra) waren zufrieden, durch die Lösung Marko Heckerodt kein externes Büro beauftragen zu müssen. Dadurch habe man viel Geld gespart, allerdings auf ein schnelles Ergebnis verzichten müssen.

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