Eschwege und Witzenhausen wollen Sparmaßnahmen umsetzen

Kirchenkreise werden ab 2020 fusionieren

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Die eigenständigen Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen werden ab 2020 zusammengelegt. Einen entsprechenden Vorschlag haben die Kirchenkreisvorstände aus Eschwege (in Schwebda) und Witzenhausen (in Hessisch Lichtenau) ihren Vertretern während der Synode am Samstagvormittag vorgelegt.

Grund für die Zusammenlegung sind Sparmaßnahmen, die die Landeskirche den kleiner werdenden Kirchenkreisen auferlegt hat. Nach Vorstellung der Landeskirche verfügt ein Kirchenkreis über 25 bis 40 Pfarrstellen. Noch liegen Eschwege und Witzenhausen darüber.

 Wenn die Sparmaßnahmen bis 2018 umgesetzt worden sind - im Kirchenkreis Eschwege müssen beispielsweise 4,4 Pfarrstellen abgebaut werden (wir berichteten) – haben Eschwege und Witzenhausen genau 40 Pfarrstellen. „Eigentlich hatten wir nicht so schnell mit einer Fusion gerechnet, jetzt müssen wir aber handeln“, sagt Eschweges Dekan Dr. Martin Arnold gegenüber unserer Zeitung. Die Überlegungen sehen so aus, dass die Zusammenlegung 2020 angedacht ist. „Dann endet die Amtsperiode aller Gremien“, sagt der Präses der Kreissynode Eschwege, Ludger Arnold.

Unter anderem werden dann auch die Kirchenvorstände neu gewählt. Ab 2020 soll es dann eine gemeinsame Übergangszeit von sechs Jahren geben. In dieser Zeit werden zwei Dekane die Geschicke des Kirchenkreises lenken und den endgültigen Zusammenschluss begleiten.

Auch der Vorstand des neuen Kirchenkreises soll für den Übergang vergrößert werden. Präses Arnold warnt vor einem psychologischen Problem: „Wir wollen vor allem vermeiden, dass das Gefühl entsteht, der größere Kirchenkreis Eschwege schluckt den kleineren Verband aus Witzenhausen.“ Alle müssten mitgenommen werden. Der endgültige Beschluss soll bei einer Sondersynode am 5. Oktober in Bad Sooden-Allendorf gefasst werden.

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