Inkomz erhält aus Fördermitteln 922 500 Euro für Erschließung des Gewerbegebiets

Knappe Million für Kaserne

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Die Parzellen links der K 28 sind unter den Kaufinteressenten am beliebtesten und werden zuerst erschlossen.

Sontra. Die Handlungsspielräume des Zweckverbands Interkommunale Zusammenarbeit (Inkomz) Sontra-Herleshausen-Nentershausen, das Gewerbegebiet Husarenkaserne voranzubringen, sind größer geworden.

Am Donnerstag hat die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WI) Hessen 922 500 Euro bereitgestellt, die für die Erschließung des gemeinsamen Gewerbegebiets der drei Kommunen verwendet werden sollen.

Das Geld stammt zu gleichen Teilen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) und der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW). „Damit sind etwa 50 Prozent der Erschließungskosten von 1,85 Millionen Euro abgedeckt“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer, der die Mitarbeiter seiner Finanzverwaltung Volker Stein und Marko Heckerodt sowie Günter Heese und Roland Rimbach vom Bauamt und Sigrid Ermisch-Knabe (Inkomz) für ihre schnelle Arbeit lobte. Im April gekauft und im November den Zuschuss bekommen, das sei sehr schnell, sagte Schäfer gegenüber der WR.

Fast zeitgleich wurden auch die rechtlichen Voraussetzungen für den Beginn der Bauarbeiten geschaffen. Der Nachtragshaushalt der Inkomz wurde genehmigt. Jetzt muss noch der Bebauungsplan fertiggestellt werden, der das Baurecht schafft. Nach dem Winter, so glaubt Bürgermeister Schäfer, könne mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden. Bis dahin sollen die Planungsaufträge für die Arbeiten in Auftrag gegeben werden.

Wasser, Abwasser, Löschwasser, Strom und Telekommunikation müssen auf den neuesten Stand gebracht werden, um die Grundstücke in dem Gewerbegebiet für Investoren interessant zu machen. Die Trinkwasserleitung wird wohl neu gelegt werden. In der alten Leitung wird das Löschwasser transportiert, das für ein Gewerbegebiet unabdingbar sei.

Zu Beginn werden die Parzellen im Norden entlang der K 28 erschlossen. „Diese Grundstücke sind unter den Interessenten am beliebtesten“, sagt Schäfer. Die Interessenten seien nach wie vor vorhanden und kommen aus der Region. „Wir können aber noch nicht verkaufen, weil wir die Grundstückspreise noch nicht kennen“, sagt Schäfer. Die würden sich erst nach Umlage der Erschließungskosten ergeben. „Die Preise liegen aber unter 20 Euro pro Quadratmeter“, sagt Schäfer. Beim kleinteiligen Verkauf des Gewerbegebiets werde die Inkomz weiter darauf achten, dass möglichst viele Arbeitsplätze entstehen. Für den Verkauf aller Grundstücke rechnet Schäfer mit zehn Jahren. Momentan wird ein Teil des Geländes von einem Automobil-Spediteur zur Zwischenmiete genutzt. 4,3 der 25 Hektar wurden für einen Solarpark verkauft.

Von Tobias Stück

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