Heimatmuseum startete mit traditionellem Flohmarkt und Vernissage in die Saison

Kunst, Historisches und Trödel

Eröffnung der Museumssaison: Im Heimatmuseum Wichmannshausen startete die Saison mit Flohmarkt, Vernissage und Sonderausstellung, auf die Museumsleiterin Ulrike Hahn hinweist. Foto: W. Skupio

Wichmannshausen. Gleich zwei Sonderausstellungen neben dem traditionellen Flohmarkt boten die Ehrenamtlichen vom Wichmannshäuser Heimatmuseum den Besuchern anlässlich des Beginns der Museumssaison am 1. Mai.

Bei der Kunstausstellung im alten Pferdestall konnten die Besucher Werke des Malers Wilfried Heizmann bewundern. Heizmann selbst stand während der Vernissage für zahlreiche Nachfragen zur Verfügung. Vor allem wollten die Besucher wissen, woher der Künstler seine Motive bekommt. „Die Ausstellung ‘Dorfimpressionen‘ zeigt auf 21 Bildern umliegende Dörfer. Die Schönheit des Verfalls begeistert mich dabei besonders“, erklärt Heizmann und zeigt das Aquarell eines Datteröder Fachwerkhauses, welches inzwischen abgerissen wurde. Seit 1976 schon malt der Eschweger, neben den Dorfimpressionen zeigt er in der urigen Atmosphäre des alten Pferdestalls auch surreale Bilder.

„Ab nach Kassel“ heißt die Sonderausstellung von Museumsleiterin Ulrike Hahn. Die Ausstellungsstücke sind zwischen 80 und 130 Jahre alt und zeigen seltene Ansichten der Herkules-Stadt auf Tassen, Postkarten und Mitbringseln.

„Ich stamme ursprünglich aus Kassel und habe mit der Ausstellung die 1100-Jahr-Feier der Stadt aufgegriffen, erklärt Hahn, die die Andenken alle selbst zusammengetragen hat. Auf dem Flohmarkt im Innenhof des früheren Boyneburgschen Schlosses tummeln sich währenddessen Schnäppchen- und Schatzjäger um die rund 25 Flohmarktstände.

Bilder vom Museumsstart

Bilder vom Saisonstart am Museum Wichmannshausen

Einer von ihnen: Axel Künzel aus Großalmerode. Künzel sammelt historische Kleidung und träumt vom eigenen Trachtenmuseum. Auf dem Flohmarkt ist er mit einem Paar alter Offiziersstiefel direkt fündig geworden. Standgeld müssen die Händler nicht bezahlen, gefordert ist jedoch ein Beitrag zur Kuchentafel des Museums. So ist für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Am Ende zeigt sich die Museumsleiterin zufrieden: „Die Besucherresonanz war trotz des trüben Wetters überwältigend“, sagt Hahn.

Von Wolfram Skupio

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