Sportschuhe, Fußbälle und andere Ausrüstung werden angeschafft

Sontraer Vereine erhalten für Integration von Flüchtlingen eine Förderung von 15 000 Euro

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Wollen in den Sontraer Vereinen etwas bewegen: (von links) die Sportcoaches Gerhard Mutter und Dilek Saglam, Ralf-Siegbert Giesen (TSV Wichmannshausen), Pia Backhaus (Turnverein Sontra) und Uwe Bartholmai (TSV Wichmannshausen).

Sontra. Vier Vereine in Sontra werden für ihr Engagement bei der Integration von Flüchtlingen vom Land Hessen finanziell unterstützt. Pro Verein werden bis zu 3000 Euro bereitgestellt, die der Stadt Sontra bereits übermittelt wurden.

Bürgermeister Thomas Eckhardt sagt: „Damit soll das Engagement der Vereine gewürdigt werden, die Flüchtlinge in Sontra, Hornel und Wichmannshausen bereits nachhaltig integrieren.“ Zusätzliche 3000 Euro sollen für ein zentrales Sportfest verwendet werden, das als Begenungsveranstaltung zwischen Sontranern und Flüchtlingen geplant ist. Bis Ende des Jahres muss die gesamte Fördersum-me aufgebraucht werden.

Die Förderung

Von dem Geld können die Vereine Sportkleidung und Trainingsgeräte kaufen oder den Transport der Flüchtlinge organisieren. Gerhard Mutter sagt: „Das ist gerade dann hilfreich, wenn die Flüchtlinge nicht mobil sind, aber gerne Sport treiben möchten.“ Nicht verwendet werden darf das Geld für Baumaßnahmen oder die Begleichung von Mitgliedsbeiträgen.

Die Vereine

Bereits jetzt wird beim TSV Wichmannshausen einmal pro Woche eine Volleyball-Trainingseinheit für bis zu 15 männliche Flüchtlinge angeboten. Betreuer Ralf-Siegbert Giesen sagt: „Natürlich freuen wir uns auch über weibliche Spielerinnen, wenn sie vorbeikommen sollten.“ Mehrere junge Flüchtlinge würden außerdem am Fußballtraining teilnehmen. Nur bei der Altherren-Gymnastikgruppe sei noch kein Zuwachs zu verzeichnen, sagt Uwe Bartholmai vom TSV lachend - „dafür sind unsere neuen Mitbewohner alle zu jung“. Angebote gibt es zudem im Turnbereich. Das ist im Turnverein Sontra genauso. „Wir bieten Judo, Handball, Walking, Boxen und vieles mehr an“, sagt Pia Backhaus vom Turnverein. Flüchtlinge seien jederzeit willkommen. In den Reihen der SG Sontra und des Kegelverein Sontra können ebenfalls Flüchtlinge sportlich aktiv werden.

Die Sportcoaches

Als Vermittler zwischen der Stadt, den Flüchtlingen und beteiligten Vereinsvertretern werden sogenannte Sportcoaches eingesetzt. Gerhard Mutter und Dilek Saglam haben sich hierzu ausbilden lassen.

Saglam beherrscht fünf Sprachen: deutsch, englisch, türkisch, französisch und spanisch. Die Coaches fragen das Sportangebot bei den Vereinen ab, listen die Interessen der Flüchtlinge auf und vermitteln dann die Fördersumme gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Eckhardt. Dass das Feriendorf in eine Stand-by-Einrichtung umgewandelt wurde, macht laut Mutter keinen Unterschied. „Wenn dort wieder Menschen untergebracht werden, sind wir mit einem großen Angebot an Aktivitäten gut vorbereitet.“

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