Engagement gehe über normales Ehrenamt hinaus - Leiter für Jugend gesucht

DRK Sontra begeht 100-Jahr-Feier

Es hat sich viel verändert: Mit welchen Hilfsmitteln das Deutsche Rote Kreuz (DRK) vor hundert Jahren arbeitet, schaut Werner Wagner vom Ortsverband Bebra sich bei der Feier des Ortsverband Sontra an. Fotos: Sasse

Sontra. Auch um eine 100-Jahr-Feier auszurichten, braucht es freiwillige Helfer. Einige von ihnen vom Ortsverein Obersuhl stehen beispielsweise im Kochzelt und rühren die dickflüssige Erbsensuppe um. Um halb acht haben sie angefangen, um halb zwölf, pünktlich nach dem Festkommers soll das Essen fertig sein.

Geehrt: stellvertretender Kreisvorsitzender Siegfried Exner (hinten, links), Thomas Pichotta, geehrt für 20 Jahre Mitgliedschaft, Karin Funk, geehrt für 45 Jahre Mitgliedschaft, Ilse Stunz, geehrt für 45 Jahre Mitgliedschaft, Vorsitzender Norbert Gerlach, Kreisverbandsvorsitzende Dr. Heike Ronsdorf-Holstein, Hildegard Ziesemer, Ehrenmedaille des Kreisverbandes Rotenburg (vorne).

„Ehrenamt wird oft als selbstverständlich wahrgenommen, aber das ist es nicht“, sagte Landrat Stefan Reuß in seiner Rede beim Festkommers zur Feier 100 Jahre DRK Sontra. Die Arbeit der DRKler gehe über das normale Ehrenamt hinaus, denn sie müssten sich immer qualifizieren und weiterbilden, damit sie wissen, was zu tun ist, wenn die Menschen sie brauchen.

Das DRK engagiert sich beispielsweise bei der Blutspende. „Seit dem Jahr 1949 wurden in Sontra 213 Bultspendeaktionen organisiert und 36 000 Blutkonserven generiert“, sagte Rolf Zarberg vom Blutspendedienst. Natürlich war dies auch bei der 100-Jahr-Feier des Vereins möglich. „Ich bin zum Blutspenden hier“, erzählt beispielsweise Julia Selig, während sie ihrem Sohn Louis zuschaut, der auf der Hüpfburg auf- und abspringt. „Schön, dass so ein Ortsverein schon so lange existiert“, freut sich Werner Wagner vom Ortsverband Bebra. Er ist mit dem Sanitätswagen vom Kathastrophenschutz vor Ort, um ihn vorzustellen. Allerdings sei es wichtig darüber nachzudenken, wie jüngere Menschen angesprochen werden können. Dieses Problem thematisierte auch der Vorsitzende Norbert Gerlach in seiner Rede. Seit längerem gebe es keine Jugendgruppe. Der Grund? „Wir finden keinen Jugendleiter“, sagte Gerlach. Er hoffe, dass sich dies in Zukunft ändert.

Geehrt wurden während des Festkommerses Kurt Reier und Hans Herwig für 50 Jahre Mitgliedschaft im DRK. Beide waren nicht anwesend. Für 45 Jahr Mitgliedschaft wurden Ilse Stunz und Karin Funk ausgezeichnet. Erika Ullrich ist seit 30 Jahren Mitglied im DRK, Rosemarie Ratz seit 40 Jahren. Beide waren nicht beim Festkommers. Thomas Pichotta gehört seit 20 Jahren dem DRK an. Die Ehrenmedaille des Kreisverbandes Rotenburg erhielt Hildegard Ziesemer. (sas)

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