SPD und Grüne fordern schnellere Vermarktung des Gewerbegebiets in Sontra

Mehr Tempo für Husaren

Sontra. Die Kreistagsfraktionen von SPD und Grüne fordern, dass es mit der Vermarktung der Husarenkaserne in Sontra schneller vorangeht. Für die nächste Kreistagssitzung am 2. November haben die Fraktionsvorsitzenden Lothar Quanz (SPD) und Sigrid Erfurth (Grüne) jetzt einen Antrag eingereicht, in dem sie den Vorsitzenden des verantwortlichen Zweckverbands Interkommunale Zusammenarbeit (InKomZ) dazu einladen, vor dem Kreistag zu berichten. Der Werra-Meißner-Kreis ist Mitglied des Zweckverbands.

Eine der Aufgaben des aus Sontra, Herleshausen und Nentershausen bestehenden Zweckverbands ist es, die ehemalige Husarenkaserne zu einem Gewerbegebiet zu entwickeln. Man könne mehr aus der Vermarktung des Gewerbegebiets Husarenkaserne machen, sagt Grünen-Sprecher Armin Jung.

Bisher wurden Teile der ehemaligen Bundeswehrkaserne an einen Logistiker vermietet. Das Unternehmen Pressler-Logistik, das seit dem vergangenen Jahr Volkswagen auf dem Gelände der ehemaligen Husarenkaserne zwischenparkt, hatte im Sommer ein Kaufangebot unterbreitet. Für 750 000 Euro wollte das Unternehmen mit Sitz in Kaufungen das Gelände kaufen, um sein Unternehmensfeld zu vergrößern. Mit Volkswagen sei abgesprochen, zukünftig 8000 Autos unterzustellen. 5000 Fahrzeuge sollen in Hessisch Lichtenau parken, 3000 in Sontra. Bisher stehen dort 2000 Wagen. „Für einen großen Parkplatz ist dieses Gelände aber zu schade“, unterstützt Jung die Entscheidung der InKomZ, das Gelände nicht zu verkaufen. Zu wenig Arbeitsplätze wären dadurch entstanden. Den Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen sei die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Konversionsfläche zu einem prosperierenden Gewerbegebiet, das möglichst vielen Menschen hochwertige Arbeitsplätze bietet, wichtig, schreiben Quanz und Erfurth an den Kreistagsvorsitzenden Dieter Franz, der die Tagesordnung um den Bericht der InKomZ erweitern soll.

Zwölf Fragen soll der Zweckverband dem Parlament beantworten. Dabei geht es um den aktuellen Stand der Dinge, ob es weitere Kaufinteressenten gibt und ob noch Fördermöglichkeiten zur Entwicklung des Gewerbegebiets bestehen.

Nach diesem Bericht soll entschieden werden, ob eine weitere Vermarktung des Gewerbegebiets in die Zuständigkeit des Kreises fällt. „Wenn der InKomZ keine weitere Hilfe benötigt, kann er allein weiterarbeiten“, sagt Jung. Allerdings müsse es langsam vorangehen.

Von Tobias Stück

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