Männergesangverein Breitau feiert auf außergewöhnliche Weise mit vielen Freunden das 145-jährige Bestehen

Der Meisterchor gibt Hofkonzert

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Der Männergesangverein Breitau feiert 145. Geburtstag (stehend von links): Otto Hollstein, Harald Gleitsmann, Dieter Burschel, Wilhelm Hartmann, Horst Bode, Wilfried Simmer, Gerhard Schiffer. (Vorne von links): Willi Range, Helmut Görke, Erwin Eberhardt, Erwin Walter, Heinrich Demuth, Chorleiterin Regina Nizold, Ludwig Walter, Kurt Rimbach, Hans-Jürgen Siebert, Richard Kröll, Werner Bornscheuer.

Breitau. Sicherlich ist das 145-jährige Vereinsbestehen kein echtes Jubiläum. Aber dennoch verdient der MGV Breitau höchste Anerkennung. Anerkennung für Kontinuität, Bodenständigkeit und den dauerhaften Einsatz für das deutsche Liedgut.

In Breitau geht quasi nichts ohne den Männergesangverein. Immer und überall, die dörflichen Veranstaltungen werden stets musikalisch umrahmt. Da liegt es fast auf der Hand, dass dieser geschichtsträchtige Verein den 145. Geburtstag auf außergewöhnliche Weise feiert. Am Sonntag, 22. Juni, gibt der Meisterchor, der diesen Titel unter seinem Leiter Horst Busch 1993 erworben hat, ein Konzert auf dem Hof von Otto Hollstein. „Wir werden an diesem Tag viele Freunde begrüßen, die uns musikalisch gratulieren wollen“, zeigt sich der Erste Vorsitzende Werner Bornscheuer erwartungsfroh.

Dem Jubiläum ist um 10 Uhr ein Gottesdienst vorgeschaltet, von 11 bis 12.30 Uhr steigt dann der erste Teil des Konzertes, und nach der Mittagspause folgt von 13.30 bis 16 Uhr die Fortsetzung. „Unser Wunsch war es, dass alle Gastchöre drei der Jahreszeit entsprechende Stücke zum Thema Trink- und Liebes- sowie Natur- oder Wanderlieder singen werden“, macht Pressesprecher Erwin Walter Appetit auf einen schönen Tag.

„Zusätzlich verteilen wir Texte von vielen alten Volksliedern auf den Tischen, die dann von allen Gästen, die einen riesigen Chor bilden, gesungen werden sollen“, ergänzt Kassenchef Erwin Eberhardt beim Gespräch mit der WR.

Unisono sprechen die drei Vorstandsmitglieder von einem Glücksfall und meinen damit Chorleiterin Regina Nizold. „Sie hat 2007 den Taktstock von Heinrich Roß übernommen und uns mit modernen und auch klassischen Klängen auf hohem Niveau gehalten, ist sehr flexibel, so dass wir bei den Auftritten prima ankommen“, lobt Chorchef Werner Bornscheuer die Vollblutmusikerin.

Gerne blicken Bornscheuer, Walter und Eberhardt auch auf Chorleiter Horst Busch zurück, bescheinigen ihm über 19 Jahre großes Engagement. Der Titel Meisterchor im Mitteldeutschen Sängerbund gehörte 1993 neben größeren Auftritten und Kurkonzerten in Bad Liebenstein (1991), Bad Orb (1995) oder Bad Nauheim (1996) zu den herausragenden Ereignissen.

Die Freundschaft mit dem Chor aus Dahlenburg in der Lüneburger Heide, die seit 40 Jahren besteht, soll ebenfalls weiter vertieft werden. Und natürlich dürfen Ehrungen in diesem Rahmen nicht fehlen.

Von Harald Triller

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