Straßenbeleuchtung: Sontra verkürzt Schaltzeiten um eine Stunde

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Noch brennen die Straßenlaternen: Ab Montag wird das Licht nachts um 0.30 Uhr ab- und am Morgen um 5.30 Uhr wieder eingeschaltet. Dadurch brennt das Licht eine Stunde weniger. Das spart 4700 Euro im Jahr.

Sontra. Ab Montag bleibt in Sontra nachts die Straßenbeleuchtung länger aus. Zur Haushaltskonsolidierung der Stadt hat der Magistrat beschlossen, die Straßenlampen pro Tag insgesamt eine Stunde kürzer brennen zu lassen.

Sie werden eine halbe Stunde früher, um 0.30 Uhr ausgeschaltet und eine halbe Stunde später, um 5.30 Uhr, wieder angeschaltet. „Es ist für uns sehr schwierig, bei den Aufwendungen der Stadt zu sparen“, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer im Gespräch.

Im Jahr 2012 hat die Stadt Sontra 62 500 Euro für den Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung gezahlt, 2013 waren es 72 000 Euro. „Auch in diesem Jahr müssen wir mit steigenden Kosten rechnen, der Haupt- und Finanzausschuss hat das bereits geprüft“, erzählt Schäfer. Mit der verkürzten Beleuchtung um eine Stunde will die Stadt rund 4700 Euro einsparen, die Straßenbeleuchtung ist im aktuellen Haushalt mit 70 000 Euro aufgelistet.

Darüberhinaus will die Stadt die Lampen weiter auf LED umrüsten. Alte 80 bis 100 Watt starke Birnen sollen gegen neue 20 bis 25 Watt leistende LED ausgetauscht werden. Die Umrüstung wird mit fünzfig Prozent von der EAM bezuschusst. Zuerst müssen die alten Quecksilberdampflampen ausgetauscht werden, nach und nach folgen dann alle weiteren. Im Sontraer Stadtgebiet gibt es 1048 Straßenlaternen, in der Kernstadt stehen davon allein 621. Die Ortsteile Lindenau und Hübenthal haben dagegen jeweils nur eine einzige Straßenlaterne.

Licht individuell anmelden

In Wichmannshausen gibt es mit der Straßenbeleuchtung eine ganz besondere Situation: Hier sind die Lampen an den Häusern oder an Holzmasten angebracht, die Verkabelung läuft über die Dächer der Häuser. Hier ist die Stadt gerade dabei, die Straßenlaternen neu zu verkabeln. Die erste Straße wurde im vergangenen Jahr schon auf Vordermann gebracht, bis 2017 soll der Rest des Dorfes folgen. Dafür sind rund 90 000 Euro im Haushalt veranschlagt.

Die Beleuchtung der Stadt und der Ortsteile wird zentral geschaltet, die neue, verkürzte Brennzeit gilt weiterhin nicht an Weihnachten, Neujahr und zu den Festen. „Außerdem kann man bei der Stadt auch die Beleuchtung anmelden, zum Beispiel zu Familienfeiern, man muss dafür lediglich eine Gebühr und die anfallenden Mehrkosten tragen“, erklärt Bürgermeister Schäfer.

Von Sonja Berg

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