Landgericht Bonn bestätigt Urteil gegen Salafisten

Messerattacken auf Polizisten: Murat K. muss sechs Jahre in Haft

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Murat K.

Sontra/Bonn. Das Bonner Landgericht hat eine sechsjährige Haftstrafe für den Islamisten Murat K. aus Sontra wegen Messerattacken auf Polizisten bestätigt. Der Angeklagte stehe zu seinen Taten, habe seine "rechtsfeindliche Gesinnung" bekräftigt und sei weiter zu Gewalt bereit, begründete das Gericht.

Der 27-jährige Deutsch-Türke war im Oktober 2012 vom Landgericht zu dieser Strafe verurteilt worden. Nach einer Revision durch den Bundesgerichtshof (BGH) musste das Strafmaß überprüft werden.

Murat K. hatte im Mai 2012 in Bonn an einer Demonstration gegen die rechtsextreme Gruppierung Pro NRW teilgenommen. Dabei verletzte er zwei Polizisten mit gezielten Messerstichen in die Beine. Ein dritter Polizist hatte eine Attacke abwehren können.

Im ersten Verfahren war der geständige Murat K. wegen Landfriedensbruchs, schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt worden. Außerdem muss er an die Opfer Schmerzensgeld zahlen. Das BGH hatte den Schuldspruch zwar bestätigt, aber eine zu knappe Begründung der Haftstrafe beanstandet.

Bis heute bleibt er bei seiner religiös motivierten Haltung. Für ihn seien nur der Koran und die Scharia maßgeblich, die ihm das Recht gäben, auch mit Gewalt gegen Ungläubige vorzugehen. Das Grundgesetz und deutsche Rechtsinstitutionen lehne er ab. (dpa)

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