Stadt Sontra will sich von der bisherigen Einrichtung in der Fuldaer Straße aus finanziellen Gründen trennen

Neue Unterkunft für Obdachlose

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In schlechtem Zustand: Im Februar ist der letzte Bewohner aus dem Haus in der Fuldaer Straße 12 ausgezogen.

Die Stadt Sontra möchte so schnell wie möglich ihre Obdachlosenunterkunft in der Fuldaer Straße verkaufen. Jede weitere Nutzung wäre aufgrund des Gebäudezustands mit einem unverhältnismäßig hohen Kostenaufwand verbunden.

Sontra. Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer berichtete am Dienstagabend während der Stadtverordnetenversammlung aus dem Magistrat, dass jetzt soll nach neuen Unterkünften für Obdachlose gesucht werden. Ein Interessent für das alte Objekt in der Fuldaer Straße 12 stehe bereit. Die Verwaltung bereitet jetzt die Formalitäten vor.

„Die Beseitigung von Obdachlosigkeit“ - wie es im Beamtendeutsch heißt - gehört zu den Pflichtaufgaben einer jeden Kommune. Bisher konnten fast alle Fälle von drohender Obdachlosigkeit in Sontra abgewendet werden. Zuletzt hatte noch eine Person in dem baufälligen Gebäude gewohnt. Die sei jetzt aber ausgezogen, ist mit erstem Wohnsitz in einer anderen Gemeinde gemeldet und gilt demnach in Sontra nicht mehr als obdachlos.

Das Anwesen in der Fuldaer Straße 12 beschäftigt den Magistrat bereits seit Jahren. Das Gebäude befindet sich in einem schlechten Zustand. „Eine Renovierung der Räume in diesem Haus wäre vollkommen unwirtschaftlich gewesen“, sagte Bürgermeister Schäfer. Mit Abzug des letzten Bewohners ergreift die Stadt die Chance, den Standort der Einrichtung loszuwerden. „Das nimmt uns aber nicht das Grundproblem, eine solche Unterkunft zu betreiben - und zwar wirtschaftlich“, sagt Schäfer. Im Haushalt ist Geld für diesen Zweck vorgesehen. Die Lösung des Problems soll aber günstiger werden. Die Stadt sucht jetzt nach Mietobjekten oder einem Wohncontainer für die Obdachlosen.

Von Tobias Stück

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