Noch keine Unterbringung in der kommenden Woche

Für den Notfall: Barbara-Schule wird für Flüchtlinge hergerichtet

Sontra. Der Werra-Meißner-Kreis bereitet die Sontraer Barbaraschule für die Zeit der Sommerferien als Notfallunterkunft für Flüchtlinge vor. Laut Kreissprecher Jörg Klinge sollen in neun Klassenräumen jeweils fünf Feldbetten bereitgestellt werden. Ob letztlich Asylbewerber dort unterkommen, ist aber noch unklar.

Aktualisiert um 15.10 Uhr

Dass schon am Dienstag Menschen einziehen, konnte laut Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt noch abgewendet werden: „Wir können die 18 Personen, die uns angekündigt wurden, in Wohnungen unterbringen, die die Bürgerhilfe und der Bauhof auf die Schnelle hergerichtet haben.“ Weil es immer länger dauert, bis Flüchtlinge die Sammelunterkünfte im Kreis verlassen können, wird zunehmend mehr Platz benötigt. Die dafür benötigte Sicherheitsabfrage beim Land sei früher mal nach zwei oder drei Wochen erteilt worden. „Heute dauert das Monate“, so Klinge.

Der Kreissprecher verspricht, dass es für den Schulbetrieb zu keiner Behinderung kommen würde. „Die Barbaraschule ist definitiv eine Notübergangslösung und wird auf keinen Fall zur dauerhaften Einrichtung“, sagt er. Die Schule biete alle benötigten Anforderungen wie gute Sanitäranlagen und eine Küche. Die Betreuung der Notunterkunft übernimmt die Arbeiterwohlfahrt.

Bis Ende September werden dem Werra-Meißner-Kreis wöchentlich 15 bis 20 Flüchtlinge zugeteilt. Die Zahl derer, die die vom Kreis bereitgestellten Unterkünfte verlassen, ist in den letzten Wochen jedoch deutlich geringer. Landrat Stefan Reuß hat in einer E-Mail am Mittwoch alle Kommunen noch einmal aufgefordert, Leerstände zu melden, die zur Unterbringung genutzt werden können. Gesucht sind Wohnung, aber auch größere Räumlichkeiten. Einige davon werde man in der kommenden Woche bereits besichtigen und prüfen, so Jörg Klinge.

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