Ortsdurchfahrt Wichmannshausen für eine Million Euro saniert

Sorgen dafür, dass die Risse in der Eschweger Straße in Wichmannshausen bald der Vergangenheit angehören: (von links) Stefan Morgenthal (Geschäftsführer KMO Ingenieure), Volker Stein, Fachbereichsleiter Bauen und Finanzen, Bauleiter Lars Mangold von Küllmer-Bau und Bürgermeister Thomas Eckhardt. Foto:  Wüstefeld

Wichmannshausen.Eine Million Euro investiert die Stadt Sontra, um die Eschweger Straße in Wichmannshausen zu sanieren. Ein Jahr wird gebaut, Start ist am 13. Juni.

Die Forderung ist bereits über zehn Jahre alt: Schon seit 2002 weist der Ortsbeirat in Sontra-Wichmannshausen immer wieder darauf hin, dass die Eschweger Straße sanierungsbedürftig ist. Die Stadt hat dieses Vorhaben aufgrund fehlender Fördermittel immer wieder aufgeschoben, jetzt ist es so weit: Ab Montag, 13. Juni, wird unter abschnittsweisen Vollsperrungen mit den Bauarbeiten begonnen.

Das Vorhaben 

Innerhalb eines Jahres soll die komplette Eschweger Straße ein ganz neues Gesicht bekommen, sagt Volker Stein, Fachbereichsleiter Bauen und Finanzen. Vor allem am stadteigenen Teil der Straße ab der Boyneburger Straße in Richtung Ortsausgang nach Sontra wird ordentlich gerödelt: Neben dem Austausch der dortigen Wasserleitungen und Kanäle werden zudem die Oberleitungen unter die Erde verlegt, ebenso finden Leerrohre Platz: Die sollen später für das Glasfaserkabelnetz genutzt werden. Diese Veränderungen sind für die Bürger nach Abschluss der Arbeiten nicht sichtbar, dafür aber die neue Fahrbahn: Die weist derzeit mehr Risse und Löcher als glatte Fahrbahn auf und ist in einem Jahr wieder wie aus einem Guss. Ebenfalls neu gepflastert werden die Bürgersteige.

Auch der kreiseigene Teil der Eschweger Straße, der an der Boyneburger Straße beginnt und sich durch den Ort bis zur B 27 in Richtung Bundesstraße nach Eschwege zieht, wird teilweise erneuert: So werden zwischen der Boyneburger Straße und der Sandgasse ebenfalls neue Rohre und Kanäle sowie Wasserleitungen gelegt, die Bushaltestelle wird behindertengerecht umgebaut. Und damit kein Flickenteppich entsteht, bekommt auch dieser Teil der Straße eine neue Asphaltdecke - ebenso wie der restliche Teil der Eschweger Straße in Richtung der Kreisstadt.

Die Kosten 

Gut 1,1 Millionen Euro wird das Vorhaben kosten. 100 000 Euro davon muss der Kreis zahlen, die restliche Million muss die Stadt Sontra aufbringen. Bis zu 144 700 Euro kann sie sich vom Land Hessen erhoffen, ein weiterer Zuschuss könnte vom Kommunalinvestitionsprogramm kommen.

Die Bauabschnitte 

Los geht es ab dem 13. Juni mit dem Bereich zwischen der Boyneburger Straße und der Sandgasse. Aufgrund der aufwendigen Arbeiten an den Kanälen und Wasserleitungen dauern die Arbeiten hier gut zwei bis drei Monate. Anschließend wird der Teil zwischen der Boyneburger Straße und dem Ortsausgang in zwei Abschnitten in Richtung Sontra komplett saniert. „Damit wollen wir bis Ende des Jahres fertig sein“, sagt Stefan Morgenthal vom zuständigen Ingenieurbüro aus Meinhard. Im nächsten Jahr soll dann die andere Seite der Eschweger Straße dran sein, auf die eine neue Decke kommt. Verantwortlich hierfür ist der Kreis.

Die Umleitung

Sicher ist, dass die Umleitung während des ersten Bauabschnitts über den Höhenweg führen wird. Dort wird dann auch eine provisorische Bushaltestelle errichtet. „Damit die Gelenkbusse dort auch rumkommen, wird dort während der Bauzeit ein Halteverbot gelten“, sagt Bürgermeister Eckhardt.

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