Petra und Helmut Hollstein aus Thurnhosbach sind ein Tageseltern-Pärchen

Auf der Schaukel: In ihrem Garten haben Helmut und Petra Hollstein viele Spielgeräte. Man sieht sofort, dass sich hier oft Kinder aufhalten. Foto: Künemund

Thurnhosbach. Tagesväter an sich gibt es schon wenige. Solche, die mit einer Tagesmutter verheiratet sind, wohl noch viel seltener. Petra und Helmut Hollstein aus Thurnhosbach stört das nicht. Sie bilden genau dieses spezielle Gespann.

Und die beiden sind glücklich damit. „Ich habe einfach gerne Kinder um mich. Als meine eigenen ausgezogen sind, hat etwas gefehlt im Haus. In den Zimmern war es leer und still“, sagt Petra Hollstein. Deswegen hat sie sich vor rund zehn Jahren dazu entschlossen, mit Kindern zu arbeiten, als Tagesmutter. „Seitdem bin ich wieder den ganzen Tag am Lachen. Die Kinder toben, spielen und ich habe Spaß daran“, berichtet die 55-Jährige, die vorher Hausfrau war.

Seit etwa einem Jahr unterstützt ihr Mann Helmut sie bei der Arbeit. Er war vorher Bäcker in Waldkappel, kann den Beruf wegen eines Waldunfalls aber nicht mehr ausüben. „Ich bin Rentner und in Teilzeit eben Tagesvater“, erklärt der 56 Jahre alte Thurnhosbacher. Er schätzt an dem Job auch die Zusammenarbeit mit seiner Frau. „Wir ergänzen uns super. Mit den Kleinen zusammen ist es wie in einer lebendigen Großfamilie. Das hält jung“, sagt Helmut Hollstein.

Den Beruf der Tagesmutter würden viele als Tätigkeit für Frauen bezeichnen. Ob dumme Sprüche kommen? „Eher selten. Manche Männer lächeln schon, wenn ich es erzähle. Aber darüber sehe ich hinweg“, so Helmut Hollstein. Übrigens kommt ihm seine Bäckerausbildung zu Gute. „Wir backen selbst Brot oder im Winter Plätzchen. Das sind schöne Erlebnisse“, sagt er.

Mehr zum Thema lesen Sie in unserer gedruckten Mittwochsausgabe.

Mehr zum Thema

Kommentare