Einweihung am 26. Juni mit Bischof Heinz Josef Algermissen

Pfarrgebäude in Sontra wurde für 900 000 Euro saniert und modernisiert

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Planer am Werk: Sontras Pfarrer Joachim Hartel (links) und Architekt Uwe Schwabe besprechen letzte Details. Der Umbau an den Pfarrgebäuden ist nach dreizehn Monaten so gut wie abgeschlossen.

Sontra. Mit einem ungutem Gefühl denkt Pfarrer Joachim Hartel an die moosgrüne Fassade des alten Pfarrgebäudes in Sontra zurück. „Der Rauputz war eindeutig nicht mehr zeitgemäß." Auch an einigen anderen Stellen bestand dringender Handlungsbedarf.

Feuchtigkeit im Keller, ein undichtes Kirchendach, schwer zugängliche Räumlichkeiten: Seit Mai vergangenen Jahres werden die Pfarrgebäude nun umgebaut. Jetzt stehen die Arbeiten mit Beteiligung von 24 Firmen vor dem Abschluss. Am 26. Juni weiht Bischof Heinz Josef Algermissen die Räume um zehn Uhr ein.

Der Eingangsbereich

Auch wenn es nicht die einst vorhandene kupferne Tür ist - das neu gestaltete Kirchenportal mit eingelassenen religiösen Symbolen ist nach Meinung von Pfarrer Hartel eindrucksvoll. Die mit altem Pflaster gesäumten Zuwege sind ausreichend beleuchtet und ebenerdig. „Endlich erreichen wir unsere Gebäude nicht mehr über eine Buckelpiste.“

Das Kircheninnere

Der Innenraum der Kirche wird jetzt von viel Tageslicht erhellt. Entfernt wurde die Deckenkonstruktion mit Holzverkleidung. Architekt Uwe Schwabe erklärt: „Wir haben uns bei dem gesamten Vorhaben auf das Wesentliche konzentriert. Indem die zwölf tragenden Säulen freigelegt wurden, kommt das ursprünglich vorhandene theologische Konzept der Kirche wieder zum Vorschein.“

Der Veranstaltungssaal

In der unteren Etage wurde eine flexible Raumtrenn-anlage eingebaut, sodass man die Fläche flexibel nutzen kann. Hartel übernahm den Zusammenbau von 120 Stühlen. „Dadurch konnten wir 3000 Euro einsparen.“

Die Finanzierung

Bei dem Umbau entstanden Kosten von 900 000 Euro, die zu rund 80 Prozent vom Bistum Fulda getragen werden. Der Pfarrer sieht in der Investition ein Zeichen für den Erhalt des Kirchenstandorts Sontra. Architekt Schwabe betont: „Das Projekt verbindet Funktionalität mit ästhetischen Ansprüchen.“ Bei der Umsetzung habe man die Modernisierung bewusst vollzogen, den Nutzen der Gebäude aber nicht entfremdet.

Während der Bauzeit wurde viel Wert auf Transparenz gelegt, erklärt der Pfarrer. „Alle Entscheidungen wurden in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat der Kirchengemeinde getroffen. Wir haben kein Geld in den Sand gesetzt.“

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