Kirmesumzug in Breitau: Auch der starke Regen stoppt die lustigen Teilnehmer nicht

Pitschnass, aber total happy

Kirmesumzug in Breitau: Im Wellnessdorf lassen sich auch die Kinder schon von den Annehmlichkeiten verwöhnen, wie bei (von links) Nevio, Bastian und Alissa zu erkennen ist. Foto: Harald Triller

Breitau. Einmal mehr war der Festumzug im 350-Seelen-Dorf Breitau der Höhepunkt des viertägigen Kirmes. Und auch vom starken Regen ließen sich die Teilnehmer nicht stoppen. Pitschnass, aber total happy erreichten die Vereine und Gruppen das Zelt. Angeführt von den Ulfetaler Musikanten, konnten sich dort alle bei Kaffee, Torte und Kuchen stärken und trocknen.

Breitau hat beim Umzug immer etwas Besonderes, denn in der Nürnberger Straße, just da, wo sich ganz viele Schaulustige versammeln, scheren die einzelnen Gruppen zu kleinen Vorführungen aus. So stimmte der Männergesangverein an, um ein Lied zu singen und die Zukunft zu dokumentieren: „145 Jahre haben wir geschafft, 150 Jahre schaffen wir noch, da seid ihr baff“, auch eine nette Erklärung an Chorleiterin Regina Nizold war zu lesen: „Die Regina sorgt bei uns für Kraft, denn frische Lieder geben Lebenssaft.“

Ein Jahr vor dem 30-jährigen Bestehen hat auch der STV Breitau wieder alles gegeben. So war Angela Merkel (Siegfried Görke) kurz vor dem Abflug zum Finale nach Brasilien noch in Breitau zu Gast. Und Papst Mario I. (Rabe) erweckte den mit einer DDR-Flagge zugedeckten Erich Honecker (Michael Rabe) wieder zum Leben. Schließlich waren ein STV-Schlumpf und Wilhelm Tell im Team und sorgten für freche Unterhaltung.

Die Jugendlichen haben sich als Fans vom neuen Bürgermeister Thomas Eckhardt und seiner Ehefrau Gaby geoutet. Auch einige Minister des Kabinetts waren an Eckhardts Seite. Frühere Kirmesteams bescherten als Ghostbusters eine wahre Horrorshow. Frauen aus dem Unterdorf machten deutlich, dass Breitau eine große Wellness-Oase ist, wo sich auch schon die Kinder verwöhnen lassen.

Die Nachwuchs-Produktions-Maschine stellte die Feuerwehr vor und machte damit deutlich, warum Breitau schon in der Jugendfeuerwehr so gut aufgestellt ist. Angeführt vom Geistlichen Richard Kröll zogen die Landfrauen als Paradiesvögel durch das Dorf, auch zwei Engel sind mitgeflogen.

Natürlich durfte die WM nicht fehlen: Mutig wurde verkündet: „Weine nicht, Argentinien.“ Und auch Dschingis Khan war mit einer großen Gruppe singend und tanzend unterwegs. Nach der Ein-Euro-Party am Sonntag umrahmten die Ulfetaler Musikanten den Frühschoppen am gestrigen Montag. Und ab heute weicht der Ausnahme- wieder dem Normalzustand in Breitau.

Von Harald Triller

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