Workshop in den Herbstferien

Sontra: Jugendliche verschiedener Kulturen nehmen Toleranz-Lied auf

Gemeinsam für mehr Toleranz: Nasif Mohammed Noor (oben, von links) und Daniel Reimer mit Stadtjugendpfleger Reiner Kapinus. Das Bild rechts zeigt alle involvierten Jugendlichen. Fotos: privat

Sontra. „Menschen stammen aus verschiedenen Kulturen und hinterlassen auf vier Kontinenten Spuren und das hier sind unsere letzten Korrekturen.“  So düster geht er los, der Rap-Song „To be human“, den junge Sontraer gemeinsam mit jungen Flüchtlingen aus Afghanistan und Syrien geschrieben und aufgenommen haben.

Die Sprachbarrieren waren dabei kein Problem, vielmehr wurden sie sogar kreativ im Lied eingebaut. Der Text ist auf Deutsch, Arabisch und Hindi verfasst.

Thematisch dreht sich alles um die Frage: „Was bedeutet Toleranz – für mich und für dich?“ In ihren Texten zeigen die Jugendlichen so ihren ganz persönlichen Blickwinkel auf das Thema. Menschlich zu sein ist für sie ein Symbol für die gelebte Toleranz. In den Strophen singen sie von Ungerechtigkeiten auf der Welt und Abgründen im Menschen, aber auch von Sehnsucht und Utopie. Das schaukelt sich hoch zur Kernaussage im Refrain: „Ich bin ein Mensch – genauso bist auch du ein Mensch.“

Organisiert wurde das Projekt von der Awo-Stadtjugendförderung Sontra unter der Federführung des neuen Sozialarbeiters Reiner Kapinus. Die Produktion des Rap-Songs fand in den Fachwerk-Studios in Rotenburg statt. Produzent und Rapper Nadim Kabel, auch bekannt unter dem Künstlernamen „Air Fork One“, war dabei nicht nur für die Aufnahme verantwortlich, sondern half den jungen Menschen beim Schreiben und Rappen. In einem Crashkurs vermittelte er den Nachwuchsmusikern ein Gefühl für Metrik und Takt.

Das Lied ist das Ergebnis des Workshops „ein Blick zum Barbaraplatz“ im Sontraer Jugendzentrum. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“. Auf dem Internetportal Youtube hatte das Lied am Mittwochnachmittag bereits über 350 Aufrufe.

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