13 Einwohner von Weißenborn haben in 255 Arbeitsstunden einen Brunnen gebaut

Schmuckstück fürs kleine Dorf

Der Dorfbrunnen in Weißenborn ist fertig: Walter Laab, Jürgen Stratmann, Karl Funk und Ortsvorsteher Werner Görke (von links) stellen das schmucke Kleinod vor. Foto:  Harald Triller

Weissenborn. Der kleine Sontraer Stadtteil Weißenborn ist um eine Attraktion reicher. Der in unmittelbarer Nähe des Dorfgemeinschaftshauses von 13 Einwohnern in Eigenleistung gebaute Dorfbrunnen ist ein wunderschönes Kleinod geworden. Vor diesem Projekt hatten einige Bürger bereits die alte Treppe am Dorfgemeinschaftshaus in Eigenleistung abgerissen und wieder neu aufgebaut.

Die Idee zum Brunnen hatte Ortsvorsteher Werner Görke bereits vor drei Jahren: „Ich habe die örtlichen Mandatsträger und die städtischen Gremien von meinem Vorhaben in Kenntnis gesetzt. Ich dachte, dass wir dieses Projekt im Zuge der geplanten Bauarbeiten für die neuen Wasser- und Kanalleitungen realisieren können“, so Görke gegenüber der WR.

Gespeist wird der Brunnen mit Überlaufwasser der Weißenbörner Quelle: „Es ist praktisch egal, ob das Wasser gleich in den Kanal läuft oder über den Umweg des neuen Brunnens“, macht Werner Görke deutlich. Als dann im Vorjahr die Wasser- und Kanalleitungen verlegt wurden, hat sich auch der Vorarbeiter der bauausführenden Firma, Wolfgang Lesche, mit der Idee des Ortsvorstehers angefreundet und sich bei der Stadt für das Projekt stark gemacht. „Geld konnte uns der zuständige Bauamtsleiter Günter Heese zwar nicht in Aussicht stellen, dafür aber die Unterstützung des Bauhofes“, nutzte Görke das Forum, um sich zu bedanken: „Herbert Rößler hat uns eine Rüttelplatte, Pflasterreste und weitere Arbeitsgeräte seitens der Stadt zur Verfügung gestellt“, erzählt Werner Görke.

Er selbst hat das Wasserrad gebaut: „Das war für unseren Werner eine echte Herkulesarbeit, die ihn den ganzen Winter über beschäftigt hat“, schmunzelt Chefmaurer Karl Funk, der bei den Bauarbeiten ebenfalls ganz weit vorne mitmischte. Die Firma Küllmer verrohrte den Wasserweg von der Quelle bis zum Brunnen. Und dann wurde das Bauwerk in nur 14 Tagen und 255 ehrenamtlichen Stunden von den besagten 13 Personen, die sich von einer Stunde bis zu immerhin 70 Stunden eingebracht haben, fertiggestellt.

Die Helferschar darf sich heute auf eine Belohnung freuen: Görke hat die fleißigen Männer zum Essen eingeladen. Eine offizielle Einweihung gibt es auch noch, die wird dann von der Feuerwehr organisiert.

Von Harald Triller

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