Freiwillige Feuerwehr Thurnhosbach war ein halbes Jahr ohne Brandmelder

Sirene kommt zurück

Thurnhosbach. Für die fehlende Feuerwehrsirene im Sontraer Stadtteil Thurnhosbach, zeichnet sich ein halbes Jahr nach der Schadensmeldung eine Lösung ab. Der Magistrat der Stadt Sontra hat beschlossen, die alte, kaputte Sirene durch ein neues, elektronisches Modell auszutauschen. Der Auftrag sei bereits vergeben, teilte Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer mit.

Die Misere hatte ihren Ursprung im Juni. Bei der monatlichen Funktionsprobe blieb die Sirene still. Noch am gleichen Abend wurde vom Wehrführer Philipp Hartmann die Nachbarwehr aus Stadthosbach als temporäre Vertretung benannt und die Stadt Sontra über den Defekt informiert. In der Freiwilligen Feuerwehr des 60 Einwohner zählenden Stadtteils Thurnhosbach sind momentan 14 Männer und Frauen in der Einsatzabteilung aktiv. In diesem Jahr wurden sie zu vier Einsätzen gerufen.

Zehn Tage später war eine Fachfirma vor Ort. Sie stellten fest, dass die Batterien und der Laderegler defekt sind und ausgetauscht werden müssen. „Die Sirenenanlage ließ sich aber nicht mehr instandsetzen und musste komplett ausgetauscht werden“, sagte Bürgermeister Schäfer.

Die Finanzierung einer Reparatur oder einer neuen Sirene gestaltete sich in den vergangenen sechs Monaten schwierig. Zwischenzeitlich wurden Überlegungen angestellt, Funkmeldeempfänger zu kaufen oder über die Kirchenglocken zu alarmieren. Aus rechtlichen Gründen entschied sich die Stadt Sontra dafür, einen Ersatz zu beschaffen. Es wurden von zwei Anbietern generalüberholte Motorsirenen angeboten. Deren Einbau erforderte das zusätzliche Verlegen eines 380-Volt-Starkstromanschlusses auf dem Dachboden. „Außerdem gibt es für diese Modelle keine Ersatzteile mehr“, sagte Schäfer. Alternativ wurden elektronische Sirenen mit einer Ersatzteilgarantie angeboten, die mit dem vorhandenen 220-Volt-Stromanschluss betrieben werden können und jetzt besorgt werden.

Die Stadtverordnetenversammlung gestern Abend wurde kurzfristig abgesagt und auf kommenden Dienstag, 17. Dezember, 19 Uhr verlegt. Zur Sitzung gestern wurde nicht fristgerecht eingeladen.

Von Tobias Stück

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