Pfarrer, Vater und sechs Kinder

Axel Aschenbrenner wird am Sonntag als neuer Pastor von Sontra vorgestellt

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Daumen hoch für Sontra: Axel Aschenbrenner übernimmt die Pfarrstelle von Christoph Meier und zieht nach der Renovierung ins Pfarrhaus. Am Sonntag um zehn Uhr wird er vorgestellt.

Sontra. Der Gottesdienst in Sontra am Sonntag wird besonders: Axel Aschenbrenner wird als neuer Pastor vorgestellt.

Er steht in der Mitte des Lebens und bringt schon 20 Jahre Berufserfahrung mit. Allerdings nicht als Pfarrer. Hier tritt Axel Aschenbrenner in Sontra am Sonntag seine erste Stelle an – und freut sich. Der Vater von sechs Kindern hat Theologie auf dem zweiten Bildungsweg studiert. Und hier lag die Herausforderung.

SEINE AUSBILDUNG 

Nachdem Axel Aschenbrenner nach dem Abitur Sozialpädagogik studiert hatte, arbeitete er 20 Jahre lang in diesem Beruf. Zuletzt leitete er einen Kindergarten in Neubrandenburg. Das Theologiestudium wollte er nicht angehen, weil ihn die alten Sprachen abgeschreckt haben. Diese Scheu hat er mittlerweile verloren und legte an der Uni Marburg per Fernstudium seinen Master ab. Hier gibt es einen Studiengang für diejenigen, die erst später zur Theologie finden. Zwei Jahresurlaube opferte er für die Präsenzzeiten in Hofgeismar. „Da musste die Familie zurückstecken“, sagt er. Während Studium und Vikariat bekamen er und seine Frau aber zwei weitere Kinder.

SEINE SCHWERPUNKTE 

Auf Kinder und Familie sowie die Kirchenmusik wird Aschenbrenner die Schwerpunkte seiner Kirchengemeinde legen, die er von Pfarrer Christoph Meier übernimmt. Elternseminare oder Eltern-Kind-Freizeiten schweben ihm vor. Eng will er mit dem Kindergarten zusammenarbeiten. Er selbst spielt Posaune, auf Reisen Flöte. Lieblingslied: „Ich steh vor dir mit leeren Händen“. „Zu Beginn möchte ich aber erst beobachten“, sagt der neue Pfarrer. Denn in seiner neuen Gemeinde werde bereits eine lebendige Arbeit betrieben.

SEINE HERAUSFORDERUNG 

500 Flüchtlinge werden in den nächsten Wochen im Feriendorf in Sontra erwartet. Für eine positive Stimmung zu sorgen sieht er auch als seine Aufgabe. „Ich will Ängste nehmen und Chancen aufzeigen“, sagt er. Denn es sei ein christlicher Auftrag, sich um die zu kümmern, die flüchten musssten. Eine Fahrradwerkstatt und Spendenaktionen will er organisieren.

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