Kleinparteien auf stabilem Niveau

Sontra: SPD baut absolute Mehrheit aus

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Sontra. Keine Änderung der Machtverhältnisse wollten die Wähler in Sontra. Die SPD mit Spitzenkandidat Thomas Eckhardt behält mit 58,1 Prozent der Stimmen ihre absolute Mehrheit.

War die in der vergangenen Legislaturperiode mit einem Sitz und 50,1 Prozent Stimmenanteil noch minimal, gehen die Sozialdemokraten aus der Wahl am Sonntag gestärkt hervor. Zwei Sitze konnte die Partei gewinnen und schickt jetzt insgesamt 18 der 31 Stadtverordneten ins Rennen. „Das hatten wir so selbst auch nicht erwartet“, sagt Eckhardt, der auch weiß, dass er wohl von seinem Amtsbonus als Bürgermeister profitiert hat. Der 41-Jährige gewann mit der SPD bis auf einen alle Wahlbezirke. Ausgerechnet in seinem Heimatort Ulfen schnitt CDU-Spitzenkandidat Michael Stein, der auch Ortsvorsteher Ulfens ist, besser ab.

Die Christdemokraten müssen für fünf Jahre auf zwei Sitze im Parlament verzichten. „Durchwachsen“, kommentiert der Fraktionsvorsitzende Marco Haukwitz das Ergebnis von 28,3 Prozent. Die Partei müsse den Verlust von 5,7 Prozentpunkten in den nächsten Tagen in Ruhe analysieren und schauen, was man in Zukunft anders machen müsse. „Von unseren Lösungsansätzen sind wir aber weiterhin voll überzeugt“, so Haukwitz.

„Das Minimalziel haben wir erreicht“, sagt Beate Bach, Spitzenkandidatin der aus FDP und FWG hervorgegangenen Bürger für Sontra. Mit drei Plätzen im Parlament und 10,4 Prozent der Stimmen erreicht man in etwa den Stimmanteil beider Parteien aus der Wahl zuvor. „Als Opposition muss man angesichts der stärkeren absoluten Mehrheit der SPD jetzt etwas lauter werden“, sagt Bach und erwartet, „dass die Sitzungen wieder bissiger werden.“

Auf einen Schulterschluss aller Parteien hofft der Grüne Marco Locorotondo. Seine Partei behält einen Sitz, verliert 0,8 Prozentpunkt und erreicht 3,2 Prozent. Er glaubt, dass die Wähler nicht zwischen kommunalen Themen und der Politik in Berlin und Wiesbaden unterschieden haben.

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