Auf den Ernstfall vorbereitet: Erfolgreiche Gefahrstoffübung der Feuerwehr in Sontra

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Nach dem Einsatz unter die Dusche: Bei der Übung wurde geduscht, im Ernstfall werden die Anzüge zudem von einer Spezialfirma gereinigt.

Sontra. Giftige Stoffe sind ein Herausforderung, auch für geübte Feuerwehrmänner. Damit im Ernstfall auch alles klappt, übte die Gefahrenstoffgruppe Süd am Freitagabend in Sontra.

Dabei kamen die Wehren Ringgau, Sontra und Herleshausen zusammen, die durch das neue Konzept des Werra-Meißner-Kreises die Gefahrenstoffgruppe Süd bilden. Geprobt wurde an einem Fass am Sontraer Schwimmbad, aus dem ein giftiger Stoff durch mehrere Löchern entwich. Die rund 40 Feuerwehrmänner- und frauen mussten die Gefahrenstelle in drei Schritten entschärfen: der auslaufende Stoff musste bestimmt werden, dann wurden die Lecks geschlossen um den Stoff zum Schluss abpumpen zu können. „Da ist eine sehr detailreiche Arbeit notwendig“, erzählte Gefahrenstoffgruppenleiter und Stadtbrandinspektor von Sontra, André Bernhardt. 

Die Arbeit sei sehr personalintensiv und erfordere eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, so Bernhardt weiter. Für die Beseitigung der Gefahrenstoffe ist ein zusätzlicher Lehrgang notwendig, über den die meisten Kameraden jedoch verfügen. Direkt an der Gefahrenstelle dürfen sich die Feuerwehrmänner im Ernstfall jeweils nur dreißig Minuten aufhalten, dann wird getauscht. Um die kontaminierten Stoffe von der Spezialkleidung abzuwaschen geht es im Anschluss an die Arbeit an der Unfallstelle in das Duschzelt. Im Ernstfall wird die Kleidung dann von einer Spezialfirma gereinigt. Die Übung absolvierten die Feuerwehrleute erfolgreich und stellten damit unter Beweis, dass auch im Ernstfall auf die Gefahrenstoffgruppe Süd Verlass sein wird.

Von Selina Kaiser

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