Amt für Bodenmanagement bereitet Flurbereinigung vor

A 44: Sontra macht sich bereit

Sontra. Die für den Autobahn-44-Bau bei Sontra notwendige Flurbereinigung soll im Juli beginnen. Entsprechende Vorbereitungen trifft derzeit das Amt für Bodenmanagement Homberg mit seiner Außenstelle in Eschwege. Grund dafür sind naturschutzfachliche Vorarbeiten, die im Herbst beginnen sollen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Von den Flurbereinigungen entlang des 10,6 Kilometer langen Teilabschnitts der Autobahn sind Teile der Gemarkungen Blankenbach, Breitau, Lindenau, Mitterode, Sontra, Ulfen, Weißenborn, Wölfterode, Nentershausen und Weißenhasel betroffen. „Mit der Flurbereinigung werden die notwendigen Voraussetzungen geschaffen“, so der zuständige Fachbereichsleiter der Flurbereinigungsbehörde Lothar Seeger, „dass der Baubeginn dieses Abschnittes der A 44 in absehbarer Zeit erfolgen kann.“

Flurbereinigungen beantragt das Regierungspräsidium Kassel als zuständige Behörde, um Enteignungen zu vermeiden. Durch den Straßenbau werden ländliche Grundstücke in großem Umfang in Anspruch genommen. Das betrifft nicht nur Flächen, auf denen später wirklich gebaut wird, sondern auch Flächen, die für naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzprojekte in Anspruch genommen werden. Der entstehende Landverlust soll auf einen größeren Kreis von Grundstückseigentümern verteilt werden. Die Behörde strebt an, einen Flächenabzug durch entsprechende Ankäufe so niedrig wie möglich oder gar entbehrlich zu machen. Die noch anzukaufenden Flächen müssen nicht in der Trasse liegen. Enteignungsverfahren würden überflüssig, da durch die Flurbereinigung Ersatzland zur Verfügung gestellt werden könne. Damit ist das Flächenmanagement durch Flurbereinigung schneller und sozial verträglicher zu gestalten, heißt es.

Durch die geplanten Bauarbeiten werden landwirtschaftliche Grundstücke angeschnitten und zum Teil unwirtschaftlich zerschnitten. Das landwirtschaftliche Wegenetz wird, ebenso wie das bestehende Be- und Entwässerungssystem für die Acker- und Grünlandgrundstücke, teilweise unterbrochen. Diese deutlichen Nachteile sollen demnach durch die Anlage eines funktionsgerechten landwirtschaftlichen Wege- und naturnahen Grabennetzes vermindert beziehungsweise beseitigt werden. Die Flurbereinigung wird von der Straßen- und Verkehrsverwaltung finanziert, Grundstückseigentümer müssen dafür nichts zahlen. (red/lad)

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